Hohe Nachfrage lässt Eigenzulassungen sinken

Firmenflottenmarkt bleibt hinter Gesamtentwicklung zurück

| Autor: Andreas Grimm

Eine höhere Nachfrage in verschiedenen Marktsegmenten hat im Januar zu deutlich steigenden Neuzulassungszahlen geführt.
Eine höhere Nachfrage in verschiedenen Marktsegmenten hat im Januar zu deutlich steigenden Neuzulassungszahlen geführt. (Foto: Grimm)

Der Fabrikatshandel hat im Januar deutlich weniger Eigenzulassungen geschrieben als vor einem Jahr. Wie die Marktforschung Dataforce am Dienstag mitteilte, ist dieser Neuzulassungskanal als einziges Segment zum Jahresstart gemessen in Stückzahlen geschrumpft. Daneben blieb auch das Firmenflottengeschäft hinter der allgemeinen Nachfrageentwicklung zurück.

Den Angaben zufolge wurden auf den Fahrzeughandel im Januar noch 44.470 Fahrzeuge zugelassen. Das waren 2.025 Einheiten oder 4,4 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Das gesamte Neuwagenvolumen war dagegen um 7,2 Prozent gestiegen. Durch die gegenläufige Entwicklung fiel der Segmentanteil des Handels von 24,2 Prozent im Januar 2013 auf jetzt 21,6 Prozent.

Einen ebenfalls rückläufigen Anteil an den Gesamtzulassungen verbuchte der Firmenflottenmarkt. Er ist mit 46.455 Neuwagen im Januar zwar der zweitgrößte Absatzkanal, allerdings wuchs das Zulassungsvolumen nur um 907 Stück oder 2 Prozent – und damit deutlich geringer als der Gesamtmarkt. Der Anteil des Flottenmarkts sank dadurch von 23,7 auf 22,6 Prozent. Nach Ansicht der Marktforscher dürfte die Nachfrage der gewerblichen Kunden im Jahresverlauf weiter steigen.

Wichtigster Treiber der Neuwagennachfrage war zuletzt der Privatmarkt mit 72.547 Neuzulassungen. Das waren 7.507 Fahrzeuge oder 11,5 Prozent mehr als im Januar 2013. „So hohe Zuwachsraten zum Vorjahr konnte das Marktsegment bislang nur mit der Verschrottungsprämie 2009 erreichen“, heißt es dazu aus den Archiven der Marktforschung. Der Segmentanteil kletterte von 33,9 auf 35,2 Prozent.

Der höchste prozentuale und zweithöchste Stückzahlanstieg entfiel allerdings auf die Hersteller und Importeure. Über die Fahrzeugbauer kamen 22.465 Neuwagen auf die Straßen, das waren 4.069 Stück oder 22,1 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Der Segmentanteil stieg von 9,6 auf 10,9 Prozent. Zusammengenommen kommen Fahrzeugbau und Fahrzeughandel damit auf einen Eigenzulassungsanteil von 31,3 Prozent, nach 33,8 Prozent im Januar 2013.

EInen deutlichen Anteil am Neuzulassungsschub hatten ebenfalls die Autovermieter. Sie brachten 20.059 Neuwagen auf die deutschen Straßen – 3.448 Fahrzeuge mehr als vor Jahresfrist. Der Anteil dieses Absatzkanals kletterte dadurch von 8,6 auf 9,7 Prozent.

Höhere Eigenzulassungen im Transportermarkt

Auf Wachstumskurs war im Januar zudem der Transportermarkt. Die Neuzulassungen in dieser Fahrzeugklasse kletterten im Januar um 6,6 Prozent. Die naturgemäß größte Abnehmergruppe, die Firmenkunden, brachte 12.251 neue Transporter auf die Straßen, was einem Zuwachs um 283 Einheiten oder 2,4 Prozent entspricht. Mit Ausnahme der Autovermieter, deren Nachfrage um 2,2 Prozent sank, verzeichneten auch die übrigen Marktsegmente ein Neuzulassungsplus bei Transportern.

Dabei stach besonders der Zuwachs des Fahrzeugbaus von 50,2 Prozent oder 535 Einheiten hervor. Doch auch der Handel mit 5.284 Einheiten (+11,0 %) trug seinen Teil zum Absatzplus bei. „Offenbar werfen die für 2014 geplanten Modelleinführungen bereits ihre Schatten voraus“, heißt es in der Dataforce-Mitteilung.

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