Honda: „Null Tageszulassungen“

Autor / Redakteur: Das Gespräch führte Julia Mauritz / Julia Mauritz

Die Zeiten, in denen Honda zu den Spitzenreitern bei den taktischen Zulassungen zählte, sind Geschichte. Deutschland-Vizepräsident Ingo Nyhues schildert, wie sich die strategische Neuausrichtung im Handel auswirkt.

Honda-Deutschland-Vizepräsident Ingo Nyhues hofft, in diesem Jahr 20.000 Neufahrzeuge zu vermarkten.
Honda-Deutschland-Vizepräsident Ingo Nyhues hofft, in diesem Jahr 20.000 Neufahrzeuge zu vermarkten.
(Bild: Simon)

Redaktion: Im vergangenen Herbst hatten sie einen radikalen Strategiewechsel angekündigt – den Komplettverzicht auf taktische Zulassungen, ein zentrales Vertriebsinstrument von Honda in Deutschland. Wie läuft die Umsetzung?

Ingo Nyhues: Wir setzen die neue Strategie konsequent um. Seit Oktober 2018 haben die Händler und wir tatsächlich keine einzige taktische Zulassung mehr generiert. Das ist natürlich erst einmal auf Kosten der Neuzulassungen gegangen. Mittlerweile sind die zugelassenen Fahrzeuge größtenteils abverkauft, und wir können uns mit unseren Händlern mit voller Kraft ausschließlich um das Privatkundengeschäft kümmern. In den kommenden Monaten wird sich der Neuwagenabsatz daher wieder normalisieren. Mit dem CR-V, CR-V Hybrid und HR-V 1,5-Liter-Turbo haben wir gleich mehrere neue Modelle, von denen wir uns gute Chancen im Privatkundenmarkt versprechen, da sie alle in ihren Segmenten eine gewisse Alleinstellung haben.

Wie viele Neufahrzeuge wollen Sie 2019 hierzulande vermarkten?

Wir peilen die 20.000 Neuzulassungen an. Ob das gelingt, wird davon abhängen, wie gut wir es schaffen, die Kundennachfrage über neue Wege zu generieren.