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Honda sucht 50 neue Händler

Autor / Redakteur: Julia Mauritz / Julia Mauritz

100 Vertriebsstandorte weniger in fünf Jahren: Im Händlernetz des Frankfurter Importeurs klaffen viele Löcher, die er jetzt stopfen will. Trotzdem pocht Honda auf Exklusivität.

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(Bild: VBM-Archiv)

Knapp 300 Neuwagen hatte Honda 2014 in ganz Berlin verkauft: In der Hauptstadt brennt die Hütte besonders, aber auch in anderen großen und mittelgroßen Städten sucht der Frankfurter Importeur mit Hochdruck neue Vertriebspartner.

Nachdem die Zahl der Verkaufsstandorte in den vergangenen fünf Jahren als Folge der rückgängigen Neuzulassungen um rund hundert geschrumpft war, hat Honda nur noch 233 Vertriebspartner. Sie betreiben insgesamt 267 Standorte: „Wir haben einige offene Marktgebiete in unserem Vertriebsnetz, die im Hinblick auf den Marktanteil unserer Marke einen großen Effekt haben“, bestätigt der Leiter der Händlernetzentwicklung, Lars Zeiler.

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Der Importeur plant, in den kommenden Jahren wieder 50 neue Händler zu installieren. Aufgrund des abgespeckten Modellportfolios sei man in den vergangenen Jahren nicht in der Lage gewesen, den neuen Handelspartnern eine kurzfristige Wachstumsperspektive aufzuzeigen. Das ändere sich jetzt: „Wir treten wieder in Kontakt mit potenziellen Handelspartnern“, sagt Zeiler.

Neubesetzung von großen und mittelgroßen Städten

Neben Großstädten wie Köln und einem Teil von Stuttgart gehören auch mittelgroße Städte wie Ulm, Kassel, Heilbronn, Bonn oder Ingolstadt zu den Open Points, die er schließen will.

Im Visier hat Honda vor allem mittelgroße Familienbetriebe: „Wir haben die Erfahrung gemacht, dass sie am besten zur Marke Honda passen“, betont Zeiler. Gleichwohl sei man gerade in den Großstädten auch offen für Gespräche mit großen Autohausgruppen, solange sie das Fabrikat nicht als „Beistellmarke“ betrachten. Vertriebschef Ingo Nyhues fügt hinzu: „Unsere Idealvorstellung sind exklusive Händlerbetriebe, weil wir den Kunden eine geschlossene und hochwertige Markenwelt bieten können.“ Als exklusive Betriebe wertet der Importeur Partner, die einen separaten Schauraum für das Fabrikat haben.

Als Argumente, die gerade jetzt für eine Hinzunahme von Honda sprechen, nennt Lars Zeiler große Marktgebiete und folglich einen geringen Intrabrandwettbewerb: „Auch wenn wir 50 Standorte neu besetzen würden, wäre der Sättigungsgrad noch lange nicht erreicht.“

Weitere Honda-Niederlassungen sind im Zuge des Netzausbaus nach Angaben von Honda indes nicht geplant. 2014 hatte Honda in Deutschland knapp 22.500 Neuwagen vermarktet. In diesem Jahr stehen 24.000 Einheiten auf dem Verkaufsplan.

Einen ausführlichen Bericht über die schwierige Vertriebssituation bei Honda, die Aussichten des Fabrikats in Deutschland, die wirtschaftliche Lage im Handel und die wichtigsten weißen Flecken im Netz lesen Sie in Ausgabe 5 von »kfz-betrieb«. Sie erscheint am 30. Januar.

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