Honda: Wohin steuern die Japaner?

Bei Honda läuft es schon seit Längerem nicht rund: Die Verkaufszahlen haben sich in den vergangenen zehn Jahren glatt halbiert, das Vertriebsnetz schrumpft. Jetzt verabschiedet sich der Hersteller auch noch von seinem wichtigsten Vertriebsinstrument.

| Autor: Julia Mauritz

(Bild: Honda)

Wenn ein Händler in eine Marke investiert, braucht er vor allem eins: eine Perspektive. Doch diese ist beim japanischen Hersteller in Deutschland nicht wirklich erkennbar: Mit einer Ausnahme dümpeln die Verkaufszahlen seit Jahren vor sich hin. „2017 war für Honda das schwächste Verkaufsjahr seit 1979. Mittlerweile ist die Marke hierzulande nur noch eine Randerscheinung“, bringt Martin Benecke, Analyst beim Marktforschungsinstitut IHS, die schwierige Lage, in der sich das Fabrikat gerade befindet, auf den Punkt.

Der vergangene August markierte den vorläufigen Negativrekord für Honda in Deutschland: In einem Monat, in dem fast alle Importeure zweistellig wuchsen, gingen die Neuzulassungen bei der japanischen Marke um 40 Prozent zurück. Mit gerade einmal gut 1.000 verkauften Fahrzeugen fiel der Marktanteil der japanischen Marke auf bedenkliche 0,3 Prozent. Auch kumuliert lag er nach den ersten acht Monaten bei gerade einmal 0,6 Prozent – ein Ergebnis, das Honda-Vizepräsident Ingo Nyhues vor allem mit dem Modellwechsel bei den beiden SUVs der Marke, dem HR-V und dem CR-V, begründet: Im Mai war die Produktion beider Modelle ausgelaufen, und die Nachfolger kommen erst im Herbst auf den Markt.

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