Die großen Autohändler 2021 Hugo Pfohe hat 2030 schon im Blick

Von Julia Mauritz

Mit einem stringenten Controlling und dem Fokus auf ein ertragreiches Gebrauchtwagengeschäft hat die Hamburger Autohausgruppe das Halbleiter-Krisenjahr 2021 gut gemeistert. Doch es sind ganz andere Entwicklungen, die Pfohe bewegen.

Der Ford-Store in Hamburg-Fuhlsbüttel.
Der Ford-Store in Hamburg-Fuhlsbüttel.
(Bild: Pfohe)

Es ist ein eindrucksvolles Bild, das Philip Pfohe, Geschäftsführer der Hamburger Autohausgruppe Hugo Pfohe, vor vielen Jahren von einem Seminar mit nach Hause genommen hatte. Es bestimmt auch heute noch seine Kommunikationstaktik: Ein Geschäftsführer bleibt mit seinem Auto an einer roten Ampel stehen. Hinter ihm sitzen in 20 weiteren Fahrzeugen seine Mitarbeiter. Die Personen in den beiden Autos direkt hinter dem Geschäftsführer sehen noch, dass die Ampel rot ist und es deshalb nicht weitergeht. Doch die Menschen, die ganz hinten in der Kolonne stehen, bekommen von der Ampel nichts mehr mit.

Sie sind einfach frustriert, dass es nicht weitergeht und scheren gegebenenfalls aus. „Wenn ich hingegen als Geschäftsführer per Telefon alle wartenden Personen darüber informiere, dass die Ampel gerade rot ist und es in drei Minuten weitergeht, dann haben sie dafür Verständnis“, erläutert Philip Pfohe.