Hyundai i30: Rivale aus Rüsselsheim

Autor / Redakteur: sp-x / Andreas Wehner

In Rüsselsheim läuft sich ein neuer Golf-Gegner warm. Nein, nicht der Opel Astra. Ein paar Straßenzüge weiter entwickelt Hyundai den nächsten i30. Kurz vor der Premiere in Paris saßen wir schon im Prototypen.

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Eine erste Fahrt im neuen Hyundai i30 offenbart vieles, nur nicht die Optik des koreanischen Golf-Wettbewerbers.
Eine erste Fahrt im neuen Hyundai i30 offenbart vieles, nur nicht die Optik des koreanischen Golf-Wettbewerbers.
(Bild: Hyundai)

Die Karosserie verklebt, die Konturen kaschiert und der Innenraum mit dicken Tüchern verhängt: So richtig viel will dieser Prototyp von seiner Identität noch nicht preisgeben. Doch vom „GG“ auf dem Kennzeichen des Kompakten sollte man sich trotzdem nicht in die Irre führen lassen: Obwohl der Wagen in Landkreis Groß-Gerau zugelassen ist und durch Rüsselsheim fährt, ist es nicht der nächste Opel Astra, der sich hier für das ewige Rennen mit dem VW Golf warmläuft.

Entspannen kann sich der angeschlagene Marktführer aus Wolfsburg deshalb aber noch lange nicht. Denn längst kommt aus Rüsselsheim ein Rivale, der dem Dauerbrenner aus Niedersachsen global viel gefährlicher werden kann: Bühne frei für den neuen Hyundai i30, der sich rund um das Opel-Werk gerade für seine Premiere auf dem Pariser Salon warm läuft.

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Entwickelt wurde die neue Generation des kompakten Herausforderers zwar daheim in Korea. Schließlich ist der i30 ein Modell, das unter verschiedenen Namen überall auf der Welt angeboten wird. Aber weil Hyundai um die Befindlichkeiten der Europäer weiß und sie mit ihren eigenen Waffen schlagen will, hat der Wagen seinen Feinschliff im Entwicklungszentrum in Rüsselsheim bekommen.

„Wir haben definiert, wie das Fahr- und Lenkgefühl sein soll, wir haben das entsprechende Lastenheft dazu aufgestellt, die passende Simulation dafür entwickelt und die Ergebnisse auf vielen Tausend Testkilometern immer wieder überprüft“, sagt Axel Honisch, der die Erprobung geleitet und den i30 in den letzten zwei Jahren so zum waschechten Europäer gemacht hat.

Ein europäisches Fahrverhalten, das ist für Honisch vor allem bestimmter, agiler und dynamischer als es bei Hyundai bisher war. Deshalb haben er und sein Team die neue Lenkung spürbar direkter ausgelegt, es gibt eine neue Hinterachse, und dass der neue i30 mit einem größeren Anteil an hochfesten Stählen leichter und steifer geworden ist, spielt den Entwicklern natürlich ebenfalls in die Hände.

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