Hyundai i40 Kombi: Der Herausforderer

Autor / Redakteur: sp-x / Andreas Wehner

Die Koreaner greifen in der Mittelklasse an. Mit dem i40 bringt Hyundai eine neue Mittelklasselimousine, die zunächst in der Kombivariante auf den Markt kommt.

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Der i40 soll auch das Firmenkundengeschäft von Hyundai vorantreiben.
Der i40 soll auch das Firmenkundengeschäft von Hyundai vorantreiben.
( Archiv: Vogel Business Media )

Mit Kleinwagen und SUV hat sich Hyundai in Deutschland und Europa den Ruf eines ernstzunehmenden Wettbewerbers erarbeitet. Jetzt wollen die Koreaner auch in der Mittelklasse angreifen – mit dem neuen i40, der auf dem Genfer Automobilsalon (3. bis 13. März) als Weltpremiere debütiert und auf den mausgrauen Sonata folgt. Das klassische Procedere der Markteinführung wird dabei kurzerhand auf den Kopf gestellt: Die neue Baureihe kommt im Juli 2011 zunächst als 4,77 Meter langer Kombi auf den Markt, der Viertürer folgt im November.

Beschwingt von den jüngsten Erfolgen – in Europa hat Hyundai zusammen mit Kia 2010 erstmals Toyota als stärkster asiatischer Importeur überholt – wollen sich die Koreaner in der Mittelklasse keinesfalls mit einer Nebenrolle zufriedengeben. Mit 60.000 Einheiten im ersten vollen Verkaufsjahr 2012 soll das neue Modell 7,5 Prozent Marktanteil in der europäischen Mittelklasse unter den Volumenherstellern holen, dabei etablierte Konkurrenten wie Citroen C5 oder Mazda6 hinter sich lassen und dem Toyota Avensis den Platz unter den Top 5 streitig machen. Und das, obwohl Hyundai in diesem Segment bislang so gut wie gar nicht wahrgenommen wurde.

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Der i40 bringt jedoch genügend Eigenschaften mit, um die ambitionierten Ziele in die Tat umzusetzen. Die erste Sitzprobe offenbart ausgezeichnete Platzverhältnisse auf den vorderen und hinteren Plätzen, wo trotz des abfallenden Dachs auch ausreichend Kopffreiheit vorhanden ist. Das Kofferraumvolumen liegt mit Werten zwischen 553 und 1.719 Litern auf Klassenniveau und ist leichter zugänglich als etwa beim Opel Insignia.

Deutsche Übersichtlichkeit

Die Anordnung von Instrumenten und Reglern wirkt in ihrer Übersichtlichkeit und Sachlichkeit schon fast deutsch und verweist damit auch auf den Herkunftsort des i40, der zwar in Korea produziert wird, aber maßgeblich im Forschungs- und Entwicklungszentrum in Rüsselsheim entwickelt wurde.

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