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Hyundai: Neue Standards ab Juli

| Redakteur: Andreas Wehner

Nach Investitionen von Hersteller und Importeur müssten auch die Händler ihren Beitrag leisten, um das geplante Wachstum der Marke zu ermöglichen, sagte Hyundai-Deutschland-Chef Werner Frey auf dem Genfer Salon.

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Hyundai-Deutschland-Chef Werner Frey
Hyundai-Deutschland-Chef Werner Frey
( Archiv: Vogel Business Media )

Hyundai hat die neuen Händler-Standards festgeklopft. „Sie sind verabschiedet und gelten ab 1. Juli 2011“, sagte Hyundai-Deutschland-Chef Werner Frey auf dem Genfer Salon im Gespräch mit »kfz-betrieb«. Zu den wichtigsten Änderungen zählt die Showroomgröße, die künftig mindestens 150 Quadratmeter statt bisher 100 beträgt. Außerdem spielt die Ausstattung der Betriebe sowie die Ausbildung der Mitarbeiter künftig eine größere Rolle. Viele bisherige Richtlinien seien nun zu Standards geworden, so Frey.

„Die Hyundai Motor Company hat sehr viel in die Produkte investiert. Auch wir haben viel Geld in unsere eigene Organisation gesteckt, in Prozesse, aber auch in Personal. Unter anderem werden wir von 140 auf über 160 Mitarbeiter wachsen“, erläuterte der Geschäftsführer. Nun müsse auch der Handel seinen Beitrag leisten.

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Schon in Kürze wird es bei Hyundai zudem eine neue Gebrauchtwagenmarke geben. Details wollte Frey noch nicht verraten. „Wir befinden uns noch in der Abstimmung mit Hyundai Motor Europe“, sagte der Deutschland-Chef.

Lebendigere Internetauftritte

Auch die Internetauftritte der Händler will Frey verbessern. „Unsere eigene Homepage hat sich in den letzten zwei Jahren wahnsinnig verändert. Wir sind viel lebendiger geworden, haben beispielsweise Filme auf der Seite, beschäftigen uns mit ständig wechselnden Themen. Das wollen wir auch auf die Händler übertragen, um auch auf den lokalen Markt bezogen mehr bewegen zu können“, erklärte der Geschäftsführer.

Das Ziel, den Marktanteil des vergangenen Jahres zu halten, bestätigte Frey. Er betrug 2010 2,55 Prozent. „Etwas mehr wäre schön, aber von 2,9 Prozent zu sprechen wäre vermessen“, sagte Frey im Hinblick auf die ersten beiden Monate dieses Jahres, in denen Hyundai mit insgesamt 12.578 Neuzulassungen die drei Prozent nur um 0,1 Prozentpunkte verfehlt hat.

Engpässe gibt es derzeit beim ix35. „Wir haben über 3.000 Kundenaufträge, die wir bis Mai oder Juni abgearbeitet haben wollen“, kündigte Frey an. Ab dem dritten Quartal soll die Verfügbarkeit durch eine Produktionsverlagerung innerhalb der beiden Werke in Tschechien und der Slowakei besser werden. „Wir haben letztes Jahr 10.700 ix35 verkauft – und das Fahrzeug ist erst im März eingeführt worden. Dieses Jahr sollen es deshalb deutlich mehr werden“, sagte der Geschäftsführer.

Dieses Jahr noch 3.000 i40 und 2.000 Veloster

Große Hoffnungen setzt Hyundai in den im Sommer startenden i40. Das Mittelklassemodell kommt zunächst als Kombi, Ende des Jahres folgt eine Stufenheck-Variante. Der Importeur will in diesem Jahr noch 3.000 i40 verkaufen. Das Kompakt-Coupé Veloster, das ebenfalls ab Sommer bei den Händlern steht, soll 2011 noch für etwa 2.000 Neuzulassungen gut sein.

Für ein Elektroauto sieht Frey die Rahmenbedingungen noch nicht als gegeben. Der Konzern hat bereits ein Modell auf Basis des i10 entwickelt. „Es läuft derzeit in Südkorea im Test und wird nächstes Jahr in die Produktion gehen“, erläuterte der Geschäftsführer. Eine Einführung in Deutschland hänge jedoch davon ab, wie eine mögliche Förderung aussehe. „Da sind für mich noch zu viele Fragezeichen“, so Frey. Ideal wäre seiner Ansicht nach eine EU-weit gleiche Unterstützung, sonst würden die Autobauer ihre Elektrofahrzeuge überwiegend in die Länder steuern, in denen es die Förderung am höchsten ist.

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