Hyundai: Re-Importe im Rückwärtsgang

Autor: Andreas Wehner

Die Hyundai-Neuzulassungen werden sich in diesem Jahr mit rund 108.000 Einheiten zum dritten Mal in Folge auf dem nahezu gleichen Niveau bewegen. Die deutschen Hyundai-Vertragshändler verkaufen trotzdem deutlich mehr Fahrzeuge als 2016.

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(Bild: Wehner / kfz-betrieb)

Hyundai will das Jahr 2017 mit einem leichten Neuzulassungsplus abschließen. Der Importeur rechnet mit rund 108.000 Einheiten, was einem Zuwachs von rund einem Prozent im Vergleich zum Vorjahr entsprechen würde. Das teilte Markus Schrick, Geschäftsführer von Hyundai Motor Deutschland, am Dienstag auf einer Presseveranstaltung mit. Damit lägen die Hyundai-Neuzulassungen nun bereits das dritte Jahr in Folge nahezu auf dem gleichen Niveau, während der Gesamtmarkt in der gleichen Zeit deutlich gewachsen ist.

Die Erklärung von Schrick dafür ist allerdings einfach: Die Zahl der Re-Importe ist bei dem koreanischen Fabrikat zuletzt deutlich gesunken. 2014 betrug der Anteil der neu registrierten Hyundais, die nicht von einem deutschen Vertragshändler ausgeliefert wurden, 14,7 Prozent. 2015 waren es gar 17 Prozent. Im vergangenen Jahr ging der Re-Import-Anteil bereits auf 10,4 Prozent zurück. In diesem Jahr werden es den Erwartungen von Hyundai zufolge etwa 6,5 Prozent sein. „Damit befinden wir uns im Vergleich zum Markt auf einem normalen Niveau“, sagte Schrick.

Das bedeutet also, dass die Zahl der Fahrzeuge, die die deutschen Hyundai-Händler verkauft haben, nach wie vor deutlich wächst: von 2015 auf 2016 um 6,8 Prozent, von 2016 auf 2017 aller Voraussicht nach um 5,1 Prozent.

Eine Prognose für das kommende Jahr gibt Hyundai noch nicht ab. Weiteres Wachstum ist jedoch wahrscheinlich. Mit dem B-SUV Kona, das am 4. November auf den Markt kam, tritt Hyundai in einem für das Fabrikat komplett neuen Segment an. Der Importeur geht davon aus, dass ein großer Teil der 13.000 für 2018 geplanten Einheiten an neue Kunden geht. Einen kleinen Beitrag zum Wachstum könnte zudem der bis zu 275 PS starke Kompaktsportler i30 N leisten. Ein derartiges Fahrzeug hatte Hyundai bislang ebenfalls nicht im Programm. Im Januar komplettieren die Koreaner zudem ihre Kompaktwagenfamilie mit dem i30 Fastback. In den Startlöchern stehen zudem der neue Santa Fe und eine gründlich überarbeitete Version des Mittelklassemodells i40.

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Redakteur im Ressort Newsdesk bei »kfz-betrieb«