Hyundai Tucson: Alles neu bei Nummer vier

Autor / Redakteur: sp-x/cs / Christoph Seyerlein

Die vierte Generation des Hyundai Tucson hebt sich äußerlich stark vom derzeitigen Modell ab. Und auch unter dem Blech des kompakten Crossovers tut sich einiges.

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Markantestes Merkmal des neuen Hyundai Tucson sind die direkt in den Kühlergrill übergehenden Scheinwerfer.
Markantestes Merkmal des neuen Hyundai Tucson sind die direkt in den Kühlergrill übergehenden Scheinwerfer.
(Bild: Hyundai)

Nach drei Jahren Bauzeit schickt Hyundai das Kompakt-SUV Tucson in eine neue Runde. Die vierte Generation wartet mit komplett neuem Design-Stil und einer durchelektrifizierten Antriebspalette auf. Der Marktstart dürfte Ende des Jahres zu Preisen ab rund 25.000 Euro erfolgen.

Auffälligstes Merkmal sind die direkt in den Kühlergrill übergehenden Scheinwerfer: Im ausgeschalteten Zustand sind sie kaum als Leuchten zu identifizieren und geben sich erst bei Aktivierung zu erkennen. Die Frontmaske wirkt dabei wie bei aus einzelnen Facetten zusammengesetzt, was an kristalline Mineralien oder geschliffene Edelsteine erinnert. Am Heck gibt es eine ähnlich auffällige Lichtsignatur. Der von Hyundai als „Sensuous Sportiness“ bezeichnete Stil soll zum zukünftigen Markenzeichen werden. Vorbild ist die 2019 auf der Messe in Los Angeles gezeigte Studie „Vision T“.

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Komplett neu präsentiert sich der Innenraum, wo nun ein großes Zentraldisplay als Blickfang wirkt. Dazu kommt ein kleinerer Bildschirm hinter dem Lenkrad, der die analogen Instrumente ersetzt. Das Layout soll nicht nur modern aussehen, sondern auch neue Vernetzungsfunktionen ermöglichen. Unter anderem lassen sich nun Profile für einzelne Nutzer anlegen, Echtzeit-Navigation nutzen und Fahrzeugdaten aus der Ferne abfragen.

Beim Antrieb rollen die Koreaner die Elektrifizierung breit aus. So gibt es einen extern aufladbaren Plug-in-Hybriden mit 195 kW/265 PS (ab Frühjahr 2021) und einen konventionellen Hybrid mit einer Systemleistung von 169 kW/230 PS. Als Verbrenner-Basis dient der 1,6-Liter-Benziner, den es darüber hinaus auch als 48-Volt-Mildhybrid gibt. Zur Wahl stehen dann Leistungsstufen mit 110 kW/150 PS und 132 kW/180 PS. Ebenfalls mild elektrifiziert wird der 1,6-Liter-Diesel mit 100 kW/136 PS.

Der Handschalter bleibt

Ungewöhnlich: Die Technik ist nicht nur in Kombination mit dem Siebengang-Doppelkupplungsautomatik zu haben, sondern auch mit einer Sechsgang-Handschaltung. Ganz ohne E-Unterstützung kommt die Diesel-Basisvarianten mit 85 kW/115 PS aus. Und auch den 110 kW/150 PS-Benziner gibt es ohne 48-Volt-Technik. Wie gehabt ist auch der neue Tucson in den stärkeren Varianten auf Wunsch mit Allradantrieb zu haben. Erstmals im Programm sind adaptive Dämpfer, die dem Fahrer das Anpassen des Fahrwerkscharakters erlauben.

Bei Sicherheit und Assistenten hat der Hyundai nachgelegt. Sieben Airbags sind nun immer an Bord, darunter auch ein zentraler Frontairbag, der bei einem Unfall das Zusammenstoßen von Fahrer und Beifahrer verhindern soll. Der Notbremsassistent erkennt auch Gegenverkehr beim Linksabbiegen, der Totwinkelwarner schlägt nicht nur Alarm, sondern bremst im Ernstfall selbstständig ab. Auf der Autobahn folgt der Tucson auf Wunsch automatisch Spur und Vordermann.

Tucson braucht frischen Wind

Dass das SUV frischen Wind gut gebrauchen kann, zeigt ein Blick auf die Neuzulassungszahlen in Deutschland. Im vergangenen Jahr lag der Tucson hierzulande mit 24.395 Einheiten hinter dem i30 auf Platz zwei der Hyundai-internen Bestsellerliste.

2020 konnte er dieses Niveau bislang nicht halten. Nach acht Monaten ist er mit 9.599 Neuzulassungen hinter den Kona, den i30 und den i20 auf Platz vier zurückgefallen. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gingen die Stückzahlen des Hyundai Tucson um gut 45 Prozent zurück.

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