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I-Pace: Das kann Jaguars Elektro-Ansage

| Autor / Redakteur: sp-x / Christoph Seyerlein

Noch vor der deutschen Konkurrenz schickt Jaguar im Juli seinen I-Pace an den Start. Das Elektro-SUV überzeugt durch eine hohe Reichweite und eine neue Dimension von Fahrspaß. Das hat allerdings auch seinen Preis.

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Der Jaguar I-Pace startet im Juli.
Der Jaguar I-Pace startet im Juli.
(Bild: Jaguar)

Die Zukunft ist elektrisch. Sätze dieser Art sind von den Konzernbossen der Autoindustrie seit Jahren zu hören. Nur, in die Puschen kommt mit wenigen Ausnahmen keiner so richtig. Jaguar will sich solche Ansagen künftig nicht mehr gefallen lassen. Im Juli rollt der I-Pace zu den Händlern und eröffnet mit dem Mittelklasse-SUV ein Segment, das bei der Elektromobilität weltweit großes Wachstum verspricht.

Vor vier Jahren begann Jaguar mit einem weißen Blatt Papier, der Traum eines jeden Entwicklers und Designers. Weil die Vorgabe „kompromissloses Elektroauto“ hieß, musste keine Rücksicht auf bestehende Plattformen genommen werden. Daher steht der I-Pace heute perfekt ausgewogen auf seinen großen Rädern, hat bei nur 4,68 Metern Gesamtlänge einen üppigen Radstand von drei Metern (üblich ist dieser bei Limousinen der Oberklasse), verfügt über zwei unabhängig voneinander arbeitende Elektromotoren an Vorder- und Hinterachse und weist eine vorbildliche Gewichtsverteilung von 50:50 auf.

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Doch damit nicht genug. Zugleich schafften es die Ingenieure, dem I-Pace die steifste Aluminium-Karosserie aller Jaguar- und Land-Rover-Modelle mit auf den Weg zu geben, eine wichtige Voraussetzung für eine präzise Fahrdynamik. Und weil die über 600 Kilogramm schwere Batterie im Fahrzeugboden den Schwerpunkt des Autos massiv nach unten bringt, wirkt sich dies positiv auf das Fahrverhalten in Kurven aus – zumindest theoretisch.

Wie gut das auch in der Praxis funktioniert, zeigte die erste Testfahrt mit dem I-Pace über portugiesische Bergstraßen. Knapp 700 Newtonmeter Drehmoment schicken die beiden 400 PS starken E-Motoren praktisch aus dem Stand zu den Achsen. Doch nicht einmal die nackte Zahl von 4,8 Sekunden für den Spurt von null auf 100 km/h spiegelt die Fahrleistung des Briten wirklich wider. Man muss das selbst erlebt haben.

Es ist schier unglaublich, wie spurtreu und handlich der über zwei Tonnen schwere Jaguar durch die Kurven räubert, wie leichtfüßig er sich dennoch anfühlt, wie nachdrücklich und kräftig er aus jeder Biegung herausbeschleunigt, souverän, geräuschlos, geschmeidig. Hinzu kommen eine präzise und direkte Lenkung sowie ein komfortabel abgestimmtes Fahrwerk, das es gegen Aufpreis sogar mit Luftfederung gibt. Dieses Auto macht süchtig. „Wir haben das S im SUV wörtlich genommen und den I-Pace einen sehr sportlichen Charakter mit auf den Weg gegeben“, sagt Projektleiter Dave Shaw.

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