IAA 2009: Finanzierung der Saab-Übernahme steht

Diskussion über das Geschäftsmodell mit Koenigsegg

16.09.2009 | Autor: Jens Rehberg

Hans-Jörg Hänggi leitet Saab Deutschland derzeit kommissarisch.
Hans-Jörg Hänggi leitet Saab Deutschland derzeit kommissarisch.

Das Finanzierungskonzept für eine Übernahme von Saab durch Koenigsegg steht und reicht offenbar auch für eine Kreditbürgschaft der schwedischen Regierung. Dies sagte der Vertriebs-Chef und kommissarische Geschäftsführer von Saab Deutschland, Hans-Jörg Hänggi, im Gespräch mit »kfz-betrieb« am Dienstag auf der IAA in Frankfurt. Am Mittwoch werde man die zur Messe eingeladenen Vertriebspartner über den Stand der Dinge informieren.

Hänggi ist zuversichtlich, dass bei den Händlern, die zuletzt aktives Geschäft betrieben haben, die Verkäufe auch schnell wieder anziehen werden. Denn die Kunden, die sich bislang aufgrund der unsicheren Situation bei dem Hersteller zurückgehalten hätten, würden spätestens nach der vertraglich abgesicherten Übernahme im Oktober auch rasch wieder Aufträge zeichnen. „Ich habe auch Gespräche geführt mit Hausbanken, die sagen, wenn das jetzt weitergeht bei Saab, dann stellen wir auch wieder Einkaufsfinanzierungen zur Verfügung“, so Hänggi wörtlich.

Gemeinsam mit Koenigsegg denke man zudem intensiv darüber nach, das Geschäftsmodell von Saab und seinen Vertriebspartnern auf eine neue Basis zu stellen. „In welche Richtung das gehen wird, das wird sich in den nächsten Woche entscheiden“, sagte der Manager. Seiner Ansicht nach müsse es hier etwas anderes als das von GM ursprünglich „aufgedrückte“ System geben.

Außerdem falle demnächst auch eine Entscheidung darüber, ob Saab in Deutschland künftig noch ein flächendeckendes Händlernetz betreiben will oder ob sich die Vermarktung auf die Ballungsräume konzentrieren soll. Laut Hans-Jörg Hänggi gibt es derzeit einige Open Points, für die zum Teil auch schon Bewerbungen eingegangen sind.

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