IAA 2015: Die Enttarnung des M6 GT3

Redakteur: Wolfgang Sievernich

Mehr Leistung, weniger Einsatzkosten: BMW präsentiert auf der IAA seinen neuen Boliden für die GT3-Klassen. Es soll der wirtschaftlichste Supersportler der Firmengeschichte sein.

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Auf der IAA 2015 in Frankfurt stellt BMW den neuen M6 GT3 vor.
Auf der IAA 2015 in Frankfurt stellt BMW den neuen M6 GT3 vor.
(Foto: BMW)

Nach dem Sieg des noch aktuellen BMW Z4 GT3 im 24-Stunden-Rennen Spa Franchorchamps (Belgien) stellt BMW den Nachfolger für die GT3-Klassen auf der IAA in Frankfurt erstmals ungetarnt vor. Das neue große Coupé soll mehr Leistung bei gesenkten Einsatzkosten bieten. Für 379.000 Euro ist der Wettbewerber von Audi R8 LMS, Mercedes GT, Bentley Continental, Corvette C7, Ferrari 458 und Lamborghini Huracan ab dem 15. September bestellbar.

„Nach wie vor liegen wir bei der Entwicklung unseres neuen Aushängeschilds im GT-Sport voll im Plan. Auf die Basisarbeit in den vergangenen Monaten folgt nun der Feinschliff, schließlich ist es unser Anspruch, unseren Kunden ein von Beginn an konkurrenzfähiges Fahrzeug zur Verfügung zu stellen“, erklärt BMW-Motorsport-Direktor Jens Marquardt.

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Der 4,4-Liter-V8-Motor mit „M Twin Power“-Turbotechnologie, der gegenüber dem Serienmotor nur geringfügig verändert wurde, leistet je nach Einstufung bis zu 585 PS. Dabei wiegt das komplette Fahrzeug mit seiner selbsttragenden Stahlkarosserie, der eingeschweißten Sicherheitszelle nach FIA-Norm, der Kohlefaser Crashstruktur an der Front sowie dem CFK-Crashelement im Heck weniger als 1.300 Kilogramm.

Auch hinsichtlich Fahrbarkeit, Ergonomie und Sicherheit soll der M6 GT3 gegenüber dem Z4 GT3 Vorteile bieten. Dieser war besonders auf einen hohen Abtrieb ausgelegt, der auch schon in langsamen Kurven unter 80 Kilometer pro Stunde griff. In den letzten Jahren überzeugte der Z4 mit hohem Topspeed, musste aber bei der Dauerhaltbarkeit Abstriche hinnehmen. Gerade hier will BMW beim Nachfolger ansetzen.

Der M6 GT3 soll laut BMW der „wirtschaftlichste GT-Sportwagen (sein), den BMW je gebaut hat“. Die Einsatzkosten im Antriebsstrang sollen 30 Prozent niedriger als noch beim Z4 ausfallen. In der Entwicklung sei zudem auf ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis der Ersatzteil geachtet worden, heißt es. BMW-Werksfahrer Andy Priaulx hat das Fahrzeug bei den Testfahrten bewegt: „Es ist ein großer Fortschritt im Vergleich zum BMW Z4 GT3 – und wir haben zuletzt in Spa gesehen, dass dieses Auto bereits auf einem sehr hohen Niveau unterwegs ist. Die Entwicklungskurve beim BMW M6 GT3 ist unglaublich, die Zuverlässigkeit und die Performance sehen sehr vielversprechend aus. Der BMW M6 GT3 hat großes Potenzial.“

BMW auf der IAA: Halle 11.0, Stand A01

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