IAA auf Schrumpfkurs: Schlechte Geschäfte und schwindende Akzeptanz

Seite: 2/2

Firma zum Thema

Und der Autogegner, könnte man ergänzen. Im Zeichen der Klimadiskussion formiert sich aktuell weit stärkerer Protest als in den Jahren zuvor. Gefordert wird die Verkehrswende und der Ausstieg aus dem Verbrennungsmotor. Am Pranger stehen neue SUVs wie der Audi Q7 und der BMW X6 oder auch Porsches Elektro-Bolide Taycan.

Umweltorganisationen wie Greenpeace und der BUND, der VCD und die umstrittene Deutsche Umwelthilfe haben unter dem Motto „#aussteigen“ gemeinsam zu Großdemonstrationen gegen die IAA aufgerufen. Das Bündnis „Sand im Getriebe“, will am ersten Messe-Sonntag (15. September) auch zu illegalen Mitteln greifen, um die IAA zu blockieren.

VDA-Präsident Bernhard Mattes hat den Kritikern Gespräche angeboten. Während „Sand im Getriebe“ gleich abgesagt hat, streiten sich die „#aussteigen“-Organisatoren einstweilen mit dem VDA noch über die geeignete Form der Veranstaltung.

Die typischen Automessen haben sich überlebt, meint Dudenhöffer. Die Neuerscheinungen sind im Vorfeld bestens bekannt, die digitalen Medien machen der analogen und teuren Messe das Leben schwer. Der Experte sieht die IAA in einer Reihe mit der Detroit Motor Show, der Tokyo Motor Show und dem Pariser Autosalon: „Alle brauchen ein Konzept für die Zukunft, sonst wird es eng.“

Messevertrag läuft aus

Der VDA-Vertrag mit der Frankfurter Messegesellschaft läuft nach dieser IAA aus, eine neue Übereinkunft gibt es noch nicht. Eine Ausstellung nur mit Diskussionen und ganz ohne Autos mag sich zumindest Rotter dann aber doch nicht vorstellen. „Das haptische Erlebnis würde fehlen. Die Besucher wollen die neuesten Autos fühlen, anfassen, sich hinters Steuer setzen – ohne sich gleich einem Verkäufer erklären zu müssen. Das ist der große Vorteil der IAA.“

(ID:46084435)