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IAA-Demonstranten: VDA soll sich „gegen das Auto bekennen“

Autor: Christoph Seyerlein

Klimaaktivisten haben für die diesjährige IAA große Protestaktionen angekündigt. Der VDA hatte daraufhin Gespräche angeboten. Einige Organisationen zeigen sich bereit dazu, andere stellen teils absurde Forderungen.

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DUH-Demonstranten bei der IAA 2017. Auch für dieses Jahr sind bereits Protestaktionen gegen die Messe angekündigt.
DUH-Demonstranten bei der IAA 2017. Auch für dieses Jahr sind bereits Protestaktionen gegen die Messe angekündigt.
(Bild: Maximilian Urschl / DUH)

Für die diesjährige IAA in Frankfurt am Main (12. - 22. September) haben Klimaaktivisten Großdemonstrationen angekündigt. Das hat auch der Verband der Automobilindustrie (VDA) als Veranstalter der Messe vernommen. Am Montag bot er via Twitter Organisationen wie Fridays for Future, Deutsche Umwelthilfe (DUH) oder BUND an, sich an einen Tisch zu setzen und über die Mobilität der Zukunft zu reden.

Doch im Umfeld einiger IAA-Gegner hat man darauf offenbar wenig Lust. So antwortete beispielsweise die Initiative „Sand im Getriebe“, hinter der die Attac-Bewegung steht: „Wir sprechen gerne über nachhaltige, gerechte Mobilität! Aber SUVs, Verbrenner und das Vertrösten auf ,grünes‘ Wachstum verhindern diese Zukunft aktiv. Solange die IAA solche Klimakiller in ihren Räumen feiert, sehen wir keine ehrliche Gesprächsgrundlage.“

Stattdessen fordert „Sand im Getriebe“, dass sich der VDA „klar gegen das Auto bekennt“. Schließlich zählten die „Karren zu den Hauptverursachern der Klimazerstörung“ und das wisse die Autoindustrie auch.

„Klassische Beschwichtigungstaktik“

Der Zeitung „Welt“ sagte eine Sprecherin der Organisationen, die Demonstrationen gegen die IAA angekündigt haben, dass man zivilen Ungehorsam und Blockaden für nötig erachte. Das Gesprächsangebot des VDA wertete sie als Zeichen der Schwäche, der Verband versuche sich an einer „klassischen Beschwichtigungstaktik“ und bekäme „kalte Füße“.

Doch nicht alle Demonstranten lehnen einen Diskurs mit dem VDA ab. BUND, DUH, Greenpeace oder der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club signalisierten, sich erst einmal intern abstimmen zu wollen, in welcher Form man mit dem Verband diskutieren wolle. Fridays for Future hat sich bislang nicht dazu entschieden, ob man an Gesprächen teilnehmen wolle oder nicht.

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Über den Autor

 Christoph Seyerlein

Christoph Seyerlein

Redakteur im Ressort Newsdesk bei »kfz-betrieb«