IAA: Endlich Überraschungen

Autor / Redakteur: ma/sr / Stephan Richter

Am zweiten Pressetag der IAA Nutzfahrzeuge gab es endlich richtige Weltpremieren und interessante Studien zu sehen.

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(Foto: Richter)

Am zweiten Pressetag der IAA Nutzfahrzeuge hat Hyundai den mit großer Spannung erwarteten H350 präsentiert – einen speziell für den europäischen Markt entwickelten Transporter. Das Modell bedeutet für die Koreaner den Einstieg in das Segment der leichten Nutfahrzeuge auf dem Kontinent und auch in Deutschland. Hyundai will das Modell in Europa zunächst in sechs Ländern einführen: neben Deutschland in Belgien, in der Schweiz, in Österreich, Italien und Spanien. Danach sollen weitere Märkte folgen.

Der H350 kommt in drei Karosserievarianten – als Kastenwagen, als Bus für den Personentransport und als Fahrgestellversion für Aufbauten. Hyundai bietet den H350 mit zwei Motorvarianten an, als Turbodiesel mit 110kW/150PS oder mit 125kW/170PS Leistung.

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Allan Rushforth, bei Hyundai verantwortlich für das Europageschäft, sagte, der Hersteller bekräftige mit dem Transporter „sein Engagement in Europa auf dem Markt der leichten Nutzfahrzeuge“. Dieser habe das Potenzial, in den kommenden fünf Jahren um 20 Prozent zu wachsen.

Fiat kooperiert mit Renault und Mitsubishi

Fiat Professional hatte den neuen Fiat Doblò Cargo im Gepäck. Die vierte Generation des Fahrzeugs startet in Deutschland Anfang 2015 in vier Karosserievarianten: Kastenwagen, Kombi, Flachboden und als Pritschenwagen. Zur Wahl stehen zwei Aufbauhöhen und zwei Radstände. Insgesamt können rund 200 unterschiedliche Chassisvarianten sowie mehr als 1.000 Standard- und Spezialversionen ab Werk konfiguriert werden.

Gemeinsam mit dem Ducato bildet der Doblò den Auftakt einer Modellerneuerung bei den Italiener. Bis 2016 folgen ein neuer Fiorino und, in Kooperation mit Renault, ein neuer Fiat Scudo. Zudem hält der Importeur seine fünfte Baureihe aufrecht: Künftig baut Fiat gemeinsam mit Mitsubishi einen Pick-Up auf Basis des L200 der Japaner, sagte Fiat-Professional-Vorstand Henrik Starup.

Dongfeng kommt nicht nach Deutschland

Der chinesische Nutzfahrzeughersteller Dongfeng präsentierte mit dem KX einen neuen schweren Lastwagen, der für den Weltmarkt konzipiert sei, sagte Firmenchef Huang „Gary“ Gang. Im Pressegespräch schloss er jedoch einen Einstieg in den europäischen Markt aus. Die Motorengeneration im KX erfülle gerade einmal die Euro-4-Vorgaben, erklärte Gary. Das Unternehmen habe eher den eigenen sowie den afrikanischen Markt im Visier – mittelfristig soll sich die Kooperation mit der Volvo Group aber auch auf die Technik einzahlen. Eine neue Marke sei nicht angedacht.

Weitere Bilder von Weltpremieren wie der Studie „Vision“ von Iveco, dem MAN TGX D38 und weitere Messeeindrücke finden Sie in der Bildergalerie.

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