„Ice Trophy“: Mit „02“ auf Platz 2

Autor / Redakteur: Steffen Dominsky / Steffen Dominsky

Quer und trotzdem schnell: Bei der „Historic Ice Trophy“ belegte BMW mit einem 2002 TI-Rallye den zweiten Platz in der Gruppe bis Baujahr 1972.

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Erfolgreich bei österreichischem Eisrennen: Die BMW-Group mit ihrem Rallye-02.
Erfolgreich bei österreichischem Eisrennen: Die BMW-Group mit ihrem Rallye-02.
(Foto: BMW)

Dank südamerikanischen Fahrertalents und urbayerischer Sportwagenqualität schlitterte die BMW-Group-Classic bei der neunten „Historic Ice Trophy“ knapp am Goldpokal vorbei. Sie landete mit ihrem „02“er-Rallye-Werkswagen auf dem zweiten Platz in der Klasse bis 1972. Zudem gelang es dem Team, auch in der Gesamtwertung in die Top-Ten zu fahren.

Ausschlaggebend hierfür war die fahrerische Klasse von Vater und Sohn Cecotto. Der mehrfache Motorrad-Weltmeister und BMW-Tourenwagen-Champion Johnny Cecotto Senior und sein Sohn, der erfolgreiche GP2-Fahrer Johnny Cecotto Junior, griffen zusammen mit Florian Moser, Historien-Experte der BMW-Group-Classic, in das Volant des Klassikers und zirkelten das Rallye-Werksauto von 1969 erfolgreich um den vereisten Kurs. „Es war für mich eine neue und sehr spannende Erfahrung, dieses Eis-Rennen zu fahren“, so der 23-jährige Cecotto Junior im Anschluss auf die Siegerehrung.

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Bewegte Rennvergangenheit

Der eingesetzte BMW 2002 TI hat bereits eine bewegte Geschichte hinter sich: Das 190 PS starke Rallyeauto kam vor allem in den Jahren 1970 und 1971 in der Rallye-Europameisterschaft mit den Fahrern Rauno Aaltonen (Finnland) und Sobieslaw Zasada (Polen) zum Einsatz und siegte mit „Sobi“ als Fahrer bei der Polen-Rallye 1971. Zudem wurde BMW mit Sobieslaw Zasada 1971 Rallye-Europameister und krönte damit sein Rallye-Engagement, welches bereits ab Ende der 1960er Jahre unter dem neuen Leiter der BMW-Sportabteilung, Helmut Bein, begonnen hatte, mit einem großen Erfolg.

Seit 2005 findet jährlich die Historic Ice Trophy in Altenmarkt, Österreich, statt. Startberechtigt sind Old- und Youngtimer bis einschließlich Baujahr 1993. Das im Rahmen der Historic Ice Trophy zum zweiten Mal ausgetragene 6-Stunden-Rennen umfasst maximal 23 Fahrzeuge/Teams mit jeweils bis zu 4 Fahrern pro Auto. Das Rennen ist in dieser Form einmalig in Europa und stellt sowohl für Profis als auch ambitionierte Amateure eine große Herausforderung dar.

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