R134a Illegales Kältemittel: Das sollten Sie wissen

Autor: Steffen Dominsky

Im Rahmen eines Web-Talks lädt der europäische Herstellerverband EFCTC zum Austausch über ein hochaktuelles Thema ein. Mit von der Partie ist auch der ZDK. Werkstätten können kostenlos teilnehmen.

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Ein einfaches Indiz für illegales R134a ist die Lagerung des Kältemittels in einem in der EU seit 2008 verbotenen Einwegbehälter.
Ein einfaches Indiz für illegales R134a ist die Lagerung des Kältemittels in einem in der EU seit 2008 verbotenen Einwegbehälter.
(Bild: Archiv)

Der Handel mit fluorierten Gasen floriert. Leider nicht nur der legale, auch der illegale. Aktuelle Untersuchungen des Europäischen Technischen Ausschusses für Fluorkohlenwasserstoffe (EFCTC) zeigen, dass die über den Schwarzmarkt gehandelten Mengen bis zu einem Drittel des gesamten Marktes für Kältemittel in Europa ausmachen. Abseits der sogenannten F-Gase-Verordnung profitieren Schmuggler und Hehler vom Import von Kältemitteln wie R134a. Viele kleine und mittlere Unternehmen im Kfz-Gewerbe vertreiben und verwenden laut EFCTC unbewusst dieses illegal importierte Gas, ohne die rechtlichen, wirtschaftlichen und gesundheitlichen Fragen zu kennen.

Welche Folgen das haben kann, diskutieren in einem Web-Talk am 24. März von 9:30 bis 11:00 Uhr Joachim Gerstel, Kältemittel-Experte bei der Chemours Deutschland GmbH und Sprecher des EFCTC, und Michael Breuer, Referent Technik, Sicherheit, Umwelt des Zentralverbands Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe e.V. (ZDK), mit Hans-Jürgen Kemler, Westfalen Gruppe und Stefan Dreßel vom Gewerbeaufsichtsamt der Regierung Oberfranken.

In der Informations- und Diskussionsrunde erfahren Teilnehmer Hintergründe zum Kältemittel-Schwarzmarkt und zu der im Januar erfolgten Quotenverschärfung der europäischen F-Gas-Verordnung. Im Anschluss an die kurzen Präsentationen der Referenten haben Teilnehmer die Möglichkeit, ihre Fragen mit den Experten zu diskutieren. An dem kostenlosen Web-Talk können auch Werkstätten teilnehmen. Die Anmeldung erfolgt hier. Für Fragen und Anmerkungen wenden Sie sich an Frederieke.Simon@hkstrategies.com (Tel. 0211/98709724).

Über EFCTC:

Der Europäische Technische Ausschuss für Fluorkohlenwasserstoffe (EFCTC) ist eine Sektorgruppe des Verbands der Europäischen Chemischen Industrie (Cefic) und repräsentiert die Unternehmen Arkema, Chemours, Daikin Chemical, Honeywell und Koura. Hauptziele sind die Bereitstellung aktueller Informationen über die Anwendung, Sicherheit, Gesundheits- und Umweltauswirkungen von HFKW (teilfluorierte Kohlenwasserstoffe), FKW (perfluorierte Kohlenwasserstoffe), HFO (Hydrofluorolefine) sowie die einschlägige europäische und internationale Gesetzgebung.

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Über den Autor

 Steffen Dominsky

Steffen Dominsky

Redakteur »kfz-betrieb«, "Fahrzeug + Karosserie", stellv. Ressortleiter Service & Technik »kfz-betrieb«, Vogel Communications Group