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Mitsubishi

Importeur ringt weiter um Zukunft in Deutschland

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Als Hauptargument in den Verhandlungen mit dem Hersteller bezüglich des Deutschland-Engagements nennt Rebstock den Erfolg der Marke hierzulande. Der Importeur konnte seit 2013 den Absatz stetig steigern: „Man darf nicht vergessen, dass in Europa 2020 jeder dritte Mitsubishi in Deutschland verkauft wurde.“ Weltweit belege der Importeur den siebten Rang im Absatzranking. Gleichzeitig zeigte der Manager Verständnis für die Entscheidung der Japaner. „Das war keine Entscheidung gegen den deutschen Markt. Vielmehr lag das gesamteuropäische Thema im Fokus.“

Die Ankündigung, den Eclipse Cross mit Stecker nach Deutschland zu exportieren, habe „eine enorme Bewegung“ in den anderen europäischen Mitsubishi-Organisationen ausgelöst, berichtet Rebstock: „Viele andere europäischen Märkte sind von der Entscheidung begeistert und sind mit auf den Zug aufgesprungen.“

Als weiteren Punkt pro Europa nennt Rebstock die Diskussionen um die Abgasnorm Euro 7. „Aktuell sieht es danach aus, dass die Norm erst 2025 kommt. Das erhöht die Planbarkeit für die am Markt befindlichen Fahrzeuge und ist gerade für kleine Hersteller – wie es Mitsubishi in Deutschland ist – extrem wichtig.“

Lieferschwierigkeiten im Oktober

Zufrieden zeigte sich Rebstock mit der Absatzentwicklung des Importeurs im Jahresverlauf. Zwischen Januar und Oktober verkaufte Mitsubishi rund 36.600 Fahrzeuge und liegt damit im Vergleich zum gleichen Zeitraum im Vorjahr um 11,9 Prozent im Minus. Damit steht der Importeur deutlich besser da als der Gesamtmarkt mit einem Rückgang von 23,4 Prozent. Der Marktanteil der Friedberger lag bei 1,7 Prozent, das ist hinter Toyota der zweithöchste Wert unter den japanischen Fabrikaten.

Gar nicht gut sah es allerdings im Oktober aus. Hier verbuchte der Importeur einen Absatzrückgang von 24,5 Prozent während der Gesamtmarkt nur um 3,6 Prozent verlor. Rebstock begründet diese Entwicklung mit Lieferschwierigkeiten. Teilweise seien Schiffe aus Japan zu spät angekommen. „Das hat insbesondere beim Space Star für längere Lieferzeiten gesorgt und hat generell dazu geführt, dass wir nicht so am Markt agieren konnten, wie wir das wollten“, erläutert Rebstock. Mittlerweile sei das Problem behoben.

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 Yvonne Simon

Yvonne Simon

Redakteurin Management & Handel