Tarifpolitik In Bayern ist Kurzarbeit bis Ende Juni kurzfristig möglich

Redakteur: Nick Luhmann

Die Tarifpartner in Bayern haben die flexible Regelung zur Kurzarbeit nochmals ein halbes Jahr verlängert. In dem Bundesland muss die Kurzarbeit nun nur drei Tage vor Beginn angemeldet werden. Die Maßnahme soll die Folgen des zweiten Lockdowns abfedern.

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Geschlossene Schauräume, Ausgangssperre, geringe Servicenachfrage: Die Folgen des zweiten Lockdowns sind noch unklar. In Bayern können die Kfz-Betriebe jetzt aber schnell mit Kurzarbeit reagieren.
Geschlossene Schauräume, Ausgangssperre, geringe Servicenachfrage: Die Folgen des zweiten Lockdowns sind noch unklar. In Bayern können die Kfz-Betriebe jetzt aber schnell mit Kurzarbeit reagieren.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

Die Tarifpartner im Kfz-Gewerbe Bayern wollen weiter gemeinsam die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie abfedern. Dazu haben die Tarifgemeinschaft des bayerischen Kraftfahrzeuggewerbes sowie die IG Metall vereinbart, die ursprünglich bis zum 31. Dezember 2020 geltende Regelung zur Ankündigungsfrist bei Kurzarbeit bis zum 30. Juni 2021 zu verlängern. Damit gilt die von 14 auf drei Tage verkürzte Ankündigungsfrist für Kurzarbeit bis in den Sommer hinein.

Die Kurzarbeit habe sich während des ersten strengen Lockdowns als wichtiges Instrument zum Erhalt von Arbeitsplätzen bewährt, heißt es in der Erklärung. „Deshalb halten wir im zweiten harten Lockdown an dieser Regelung fest“, sagte Albert Vetterl in seiner Funktion als Vorsitzender der Tarifgemeinschaft des bayerischen Kraftfahrzeuggewerbes. Vetterl ist auch Präsident des Kfz-Gewerbes Bayern.

Der Tarifvertrag des bayerischen Kfz-Gewerbes sieht eine Aufzahlung auf das Kurzarbeitergeld vor. Die Vereinbarung trägt somit zur Existenzsicherung der Beschäftigten wie der Betriebe bei. Während letztere von Personalkosten entlastet werden, droht den Arbeitnehmern in Kurzarbeit vorerst keine betriebsbedingte Kündigung.

Durch Kurzarbeit können Arbeitsplätze erhalten und qualifizierte Arbeitskräfte an Unternehmen gebunden bleiben, verdeutlicht die Erklärung den Sinn der Maßnahme. „Als Tarifpartner übernehmen wir damit weiter gemeinsam Verantwortung für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der bayerischen Kraftfahrzeugbetriebe“, sagte Johann Horn, Bezirksleiter der IG Metall Bayern.

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