Eigenzulassungen erreichen Höchststand

Anteil der Händler- und Werkszulassungen bei 34,2 Prozent

| Autor: Andreas Grimm

Die Zahl der Neuzulassungen steigt, doch das Interesse der Privatkunden sinkt.
Die Zahl der Neuzulassungen steigt, doch das Interesse der Privatkunden sinkt. (Foto: Ford)

Der Anstieg der Neuzulassungen zum Jahresstart um 2,6 Prozent auf 211.337 Einheiten ist neben dem weiter wachsenden Flottenmarkt vor allem auf einen starken Anstieg der Händler- und Werkszulassungen zurückzuführen. Laut den Zahlen der Marktforschung Dataforce wurden im Januar 72.291 Fahrzeuge durch die Hersteller und Importeure selbst oder ihre Händler zugelassen. Das ist ein Anteil von 34,2 Prozent und nach den Recherchen der Redaktion »kfz-betrieb« der höchste Wert mindestens dieses Jahrzehnts. Im Vorjahresmonat hatte der Anteil noch bei 31,3 Prozent gelegen.

Vor allem der Handel tat sich mit Eigenzulassungen im Januar hervor. Über diesen Kanal wurden 48.216 Fahrzeuge in den Markt gebracht. Das waren 3.746 Einheiten mehr als vor Jahresfrist – ein Anstieg um 8,4 Prozent. Seitens der Hersteller kamen weitere 24.075 Einheiten in den Markt: 1.610 mehr als im Januar 2014 (+7,2 Prozent). Allein über diese Sondereffekte kamen damit 5.356 Neuwagen auf die Höfe – mehr als der gesamte Absatzzuwachs im Januar von 5.341 Einheiten.

Auf der anderen Seite stürzte der Privatmarkt im Januar regelrecht ab: Nicht einmal mehr jeder dritte Neuwagen (31,2 Prozent) ist noch durch einen Privatkauf veranlasst. Mit 65.949 Neuzulassungen nahm der Privatmarkt 6.598 Einheiten weniger auf als im Vergleichsmonat des Vorjahres: ein Rückgang um 9,1 Prozent. In absoluten Zahlen blieb das Marktsegment damit nur knapp über dem bisherigen Tiefstwert aus dem Januar 2013. Damals lag das Neuzulassungsvolumen allerdings nur bei 192.000 Einheiten; der Anteil der Privatkäufe hatte noch 33,9 Prozent betragen.

Ungebrochene Zuwächse verzeichnet dagegen das Firmenkundengeschäft: In den relevanten Flottenmarkt flossen nach Angaben von Dataforce 50.802 Neuwagen. Das waren 4.347 Einheiten mehr als im Januar 2014, was einem Plus von 9,4 Prozent entspricht. Der Anteil der Firmen- und Dienstwagen an den Neuzulassungen betrug damit 24,0 Prozent.

Noch stärker gestiegen sind im Januar nur die Neuzulassungen durch die Autovermieter. Auf dieses Segment entfielen laut Dataforce 22.295 Neuzulassungen: 2.236 Einheiten mehr als im Vorjahresmonat (+11,1 Prozent). Der Anteil des Segments an allen Neuzulassungen kletterte von 9,7 auf 10,5 Prozent.

Wenig Bewegung war im Januar im Transportergeschäft: Dort stiegen die Neuzulassungen um 0,7 Prozent auf 25.098 Einheiten. Impulse kamen vor allem aus dem Flottengeschäft. Die Wachstumsrate von 11,7 Prozent zum Vorjahresmonat auf 13.679 Einheiten übertraf noch die des Pkw-Marktes. Zudem ließen private Halter in diesem Spezialmarkt mehr neue Pkw zu als im Vorjahr. Der Absatz stieg auf 4.991 Einheiten um 5,8 Prozent. Im Gegensatz dazu ließen Fahrzeugbau (- 6,3 Prozent), -handel (- 24,5 Prozent) und Autovermieter (-11,2 Prozent) weniger Transporter zu.

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