FAZ: Opel baut den „Astragnia“
Sparentwicklung soll den neuen Insignia coupéhafter werden lassen
| Autor: Jens Rehberg
Der neue Insignia soll offenbar auf möglichst kostengünstige Art und Weise entwickelt werden. Wie die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (FAZ/Freitagsausgabe) aus Konzernkreisen erfahren haben will, soll der vordere Teil des kommenden Insignia identisch mit dem Vorderteil des aktuellen Astra sein. Der hintere Teil des Insignia soll unverändert bleiben, also zumindest was die Karosserie anbetrifft identisch sein mit der aktuell gefertigten Baureihe. Hintergrund: Die neue Generation der Mittelklasselimousine soll coupéhafter wirken – die Astra-Frontscheibe beispielsweise verläuft flacher als die des Insignia.
Die Entwicklung eines solchen Spar-„Astragnias“ wurde am Donnerstag von Opel nicht dementiert. Der FAZ sagte ein Sprecher lediglich, man wolle bei den Architekturen „modularer und flexibler“ werden.

Wie die Zeitung außerdem mit Verweis auf die Konzernkreise vermeldete, plane GM bei nächster Gelegenheit, die Produktion des Mokka von Korea nach Europa zu verlagern. Als wahrscheinlichster Ziel-Standort gelte das Werk in Eisenach. Die Verlagerung wäre ein Zugeständnis an die IG Metall, um Störfeuer gegen die angestrebte Schließung Bochums zu vermeiden. Der in Eisenach produzierte Corsa würde dann nach Saragossa gehen.
Anfang November hatte GM-Vize und Opel-Aufsichtsratschef Steve Girsky in einem Interview gesagt: „Generell wollen wir die Autos dort bauen, wo wir sie verkaufen“.
Ebenfalls zum Monatsbeginn war bekannt geworden, dass General Motors die nächste Generation der Astra-Schwester Chevy Cruze nicht mehr in Korea fertigen wird. Zum neuen Produktionsstandort gibt es noch keine offizielle Aussage – Gliwice werden allerdings gute Chancen eingeräumt.
