Autohaus Wilhelm Müller Individueller Service für Generationen von Kunden und Autos

Autor: Dr. Holger Schweitzer

Im Autohaus Wilhelm Müller trifft das klassische Servicegeschäft auf ein eigenständiges Oldtimerkonzept. Diese Kombination sorgt für eine treue Stammkundschaft und sicherte dem Donzdorfer Betrieb eine Top-Ten-Platzierung beim Service Award 2020.

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Müller verbindet erfolgreich das alltägliche Servicegeschäft mit einem eigenständigen Konzept speziell für Oldtimer.
Müller verbindet erfolgreich das alltägliche Servicegeschäft mit einem eigenständigen Konzept speziell für Oldtimer.
(Bild: Schweitzer/»kfz-betrieb«)

Wenn der Opa dem Enkel am Rande der Schwäbischen Alb rät, mit seinem Mercedes in eine bestimmte Werkstatt zu fahren, könnte es sich um das Autohaus Wilhelm Müller in Donzdorf handeln. In dritter Generation wird es von dem 45-jährigen Alexander Müller geleitet. Hier spürt man, dass auch die Kundschaft in dritter Generation den hiesigen Fachleuten uneingeschränkt ihr Vertrauen schenkt. Diesen Erfolg führt der Unternehmer auf sein transparentes und kompetentes Serviceangebot zurück.

Um schnell und unkompliziert helfen zu können, hat sich Müller beispielsweise das sogenannte Birnchentelefon einfallen lassen. Damit wollen die Donzdorfer diejenigen ohne Wartezeit bedienen, die nur kleine Probleme haben wie eine defekte Glühbirne oder eine Panne, die sich in wenigen Minuten beheben lässt. Das Konzept kommt im weiteren regionalen Umfeld prima an und trägt dazu bei, dass der Kundenstamm weiter wächst.

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Fahrzeuge rund um die Uhr abgeben

Wollen Kunden ihr Fahrzeug kontaktlos abgeben, geht das wie vielerorts auch beim Autohaus Wilhelm Müller. Der findige Unternehmer hat hier jedoch ein weiteres Service-Ass im Ärmel. Er betreibt im Ort zusätzlich eine 24-Stunden-Tankstelle. Damit gibt es für Kunden einen weiteren Anlaufpunkt, um ihre Fahrzeuge außerhalb der Geschäftszeiten abzugeben oder abzuholen.

Um einen Servicetermin zu vereinbaren, rufen die meisten Kunden noch persönlich an. Online-Terminvereinbarung ist zwar möglich, wird aber noch kaum angenommen. Müller führt dies nicht zuletzt darauf zurück, dass viele seiner Kunden eher älter sind. Um diese von digitalen Serviceangeboten zu überzeugen, setzt der Inhaber vor allem auf das Mercedes-me-Konzept. Er bietet seinen Kunden dafür Sprechstunden an, in denen er sie davon überzeugen will, die Servicevorteilskarte durch ein digitales Mercedes-me-Konto zu ersetzen.

Service für Autos aller Altersgruppen

Ein Ansatz, der repräsentativ für Müllers unternehmerische Philosophie ist: Unabhängig davon, wo ein Kunde das Auto kauft – solange er mobil ist, möchte der Unternehmer ihn mit seinem Service begleiten. Das Alter eines Fahrzeugs spielt für ihn keine Rolle. Immerhin machen die Segmente 2 und 3 über 50 Prozent der Kundenfahrzeuge aus. Dies führt er nicht zuletzt auf die gute Kundenbindung zurück.

Zu dieser tragen zum Beispiel auch die Ersatzfahrzeuge bei, die jeder Kunde kostenlos auf Wunsch erhalten kann. Und das sind bewusst nicht alles Neufahrzeuge, sondern auch gebrauchte Autos, die bis zu acht Jahre alt sind. Welches Fahrzeug ein Kunde erhält, liege vor allem an seinem eigenen Auto. Gerade bei älteren Kunden kommt laut Müller dieses Angebot gut an, da sie häufig vor neueren Fahrzeugen zurückschreckten.

Rollendes Zusatzgeschäft

Das ländliche Umfeld im Südwesten Deutschlands macht für Müller das Reifengeschäft nach wie vor zu einem wichtigen Standbein. Rund 2.500 Sätze wechseln die Donzdorfer jährlich, davon sind gut 600 im eigenen Lager untergebracht. Für 99 Euro pro Saison bekommen Kunden ihre Reifen gewaschen, gewuchtet, montiert und eingelagert.

Auch in der Dieselnachrüstung sieht der Inhaber Potenzial. Noch seien die Kunden eher zurückhaltend. Aber er hofft, hier Überzeugungsarbeit leisten zu können. Um seine Kunden darüber aufzuklären, worum es bei der Nachrüstung konkret geht, veranstaltet er gemeinsam mit der Firma Bosal einen sogenannten „Abgas-Day“. Dabei gibt es ein umgerüstetes Fahrzeug zu sehen, und über Vorträge können sich die Teilnehmer zu dem Thema informieren.

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Über den Autor

Dr. Holger Schweitzer

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Redakteur, Ressort Technik, Vogel Communications Group GmbH & Co. KG