Kfz-Gewerbe Berlin-Brandenburg Industrie greift Fachkräfte ab

Autor: Doris Pfaff

Hans-Peter Lange führt seit 26 Jahren den Landesverband Berlin-Brandenburg und sorgt sich über die zunehmende Bürokratisierung für die Unternehmer. Auch die Situation auf dem Arbeitsmarkt spitzt sich aus seiner Sicht für das Kfz-Gewerbe zu.

„Besonders in Brandenburg ist die Lage prekär", sagt Hans-Peter Lange.
„Besonders in Brandenburg ist die Lage prekär", sagt Hans-Peter Lange.
(Bild: Zietz/»kfz-betrieb«)

Redaktion: Die Corona-Pandemie hat alle fest im Griff. Wie ist aktuell die Lage im Kfz-Gewerbe Berlin-Brandenburg?

Hans-Peter Lange: Das ist alles sehr schwierig. Viele Betriebe haben Kurzarbeit, die wirtschaftliche Entwicklung ist nur schwer absehbar. Und wir merken: Es wird weniger Auto gefahren. Das trifft uns. Die Verbandsarbeit ist zudem nicht so durchführbar wie in der Vergangenheit. Die persönlichen Kontakte zu den Innungen fehlen, weil teilweise Versammlungen gestrichen wurden. Telefongespräche finden deshalb deutlich häufiger statt und sind notwendig, weil der Gesprächsbedarf groß ist.

Vor welchen Herausforderungen steht Ihr Landesverband?

Der Gesundheitsschutz steht an erster Stelle. Die Betriebe tun alles, damit kein Kunde und kein Mitarbeiter mit diesem Virus angesteckt wird. Die Angst vor einem Corona-Fall im Betrieb ist sehr groß. Trotzdem sollten wir versuchen, positiv in die Zukunft zu schauen. Dazu braucht es wieder den Kontakt zu den Mitgliedern, den wir nicht nur online pflegen wollen. Wir hoffen, dass wir dieses Jahr unser beliebtes Branchentreffen in der Lausitz wieder stattfinden lassen können. Denn es ist einfach wichtig, sich auch mal außerhalb vom Geschäft zu treffen und auszutauschen. Unsere Betriebe sollen ihre Mitgliedschaft als wirklichen Mehrwert erleben.

Über den Autor

 Doris Pfaff

Doris Pfaff

Redakteurin bei »kfz-betrieb«, Ressort Verbände & Politik