Infiniti Q30: Der Anker fürs Premiumsegment

Autor: Christoph Baeuchle

Mit dem Q30 greift Infiniti in der Kompakt-Klasse an: Design, Technik und Produktion sind europäisch. Die Erwartungen sind groß, sagte Infiniti-Chef Roland Krüger im Gespräch mit »kfz-betrieb«.

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Hoffnungsträger im Infiniti-Portfolio: der Q30.
Hoffnungsträger im Infiniti-Portfolio: der Q30.
(Foto: Infiniti)

Nissans Edel-Tochter Infiniti hat auf der Internationalen Automobil-Ausstellung mit dem Q30 ihr erstes Kompaktmodell vorgestellt und will damit vor allem in Europa auf Kundenfang gehen. Der Fünftürer wird hierzulande Ende des Jahres auf den Markt kommen. Der Einstiegspreis für die Benzinerversion liegt bei 24.200 Euro, mit Dieselantrieb startet das SUV ab 26.250 Euro.

„Mit der Erweiterungen unserer Modellpalette erweitern wir auch die Kundenbasis“, erläutert Infiniti-Chef Roland Krüger gegenüber »kfz-betrieb«. „Im C-Segment waren wir bislang nicht vertreten.“ Der Einstieg ins Kompaktsegment ist für Infiniti gleichsam das Zeichen zum Angriff. „Einher geht der Ausbau des Vertriebsnetzes und der Markenpräsenz.“

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Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren, in den nächsten Wochen soll es losgehen. „Ende 2015 führen wir den Q30 zunächst in den Benelux-Staaten ein“, sagte Krüger. Dann soll er nach und nach in anderen europäischen Ländern auf den Markt kommen. „In Deutschland folgt die Einführung im ersten Quartal.“

Entstanden ist der Q30 im Rahmen der Kooperation von Renault-Nissan mit Daimler. Das Modell nutzt die Technik der aktuellen Mercedes A-Klasse. Deshalb wird es für den Japaner auch Front- beziehungsweise Allradantrieb, Vierzylindermotoren und Siebengang-Automatik geben. Optisch hat sich Infiniti klar am Q30-Concept orientiert, das bereits vor zwei Jahren auf der IAA gezeigt wurde. Zum Start bieten die Japaner die vollausgestattete Edition Q30 City Black Edition für 31.670 Euro an.

Natürlich sind die Hoffnungen groß, vor allem was die Entwicklung in Europa betrifft. Hier ist er weitgehend entwickelt worden, hier soll er auch produziert werden. Das Nissan-Werk im britischen Sunderland ist vorbereitet. Doch Krüger will die Leistungsträger nicht unter Druck setzen und hält sich mit Prognosen zurück. „Klar ist, wir wollen wachsen und uns im Premiumsegment verankern.“

Ein weiterer Schub also, den die positive Entwicklung der vergangenen Monate nochmals beschleunigen soll. Allein im August hat Infiniti den weltweiten Absatz um knapp 20 Prozent auf rund 17.000 Fahrzeuge erhöht. Wie der August waren die zwölf Monate zuvor jeweils Rekordmarken in der Infiniti-Geschichte. In den ersten acht Monaten des laufenden Jahres hat der Absatz um 14 Prozent auf knapp 137.000 Fahrzeuge zugelegt.

Vom internationalen Schwung könnte die deutsche Entwicklung noch mehr gebrauchen: Hier legten die Neuzulassungen bis Ende August lediglich um rund 2 Prozent auf knapp 800 Einheiten zu.

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 Christoph Baeuchle

Christoph Baeuchle

Chefreporter Automobilwirtschaft & Politik/Verbände