Infiniti Q50: Mittelklässler der Extraklasse

Autor / Redakteur: sp-x / Gerd Steiler

Nissans Edeltochter Infiniti erneuert ihr Modellangebot. Die jetzt in Detroit vorgestellte Mittelklasse-Limousine Q50 soll im Herbst auf den deutschen Markt kommen. Unterm Blech steckt eine Weltpremiere.

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Edel-Debütant: Der neue Infiniti Q50 feierte auf der Detroit Motor Show (14. bis 27. Januar) seine offizielle Weltpremiere.
Edel-Debütant: Der neue Infiniti Q50 feierte auf der Detroit Motor Show (14. bis 27. Januar) seine offizielle Weltpremiere.
(Foto: Infiniti)

Nicht nur mit einem neuen Namen, sondern auch mit einem neuen Fahrzeug will Infiniti die Mittelklasse im Herbst bereichern. Dann bringt Nissans Edeltochter mit dem Q50 die nächste Generation der vorher G-Modell genannten Limousine auf den Markt. Jetzt feiert der 4,78 Meter lange Japaner auf der Detroit Motor Show Premiere, in den USA wird er im Sommer auf den Markt kommen. Neben dem geänderten Design, einer luxuriösen Ausstattung mit viel Leder, Holz und Glas sowie einem neuen digitalen Bediensystem wird erstmals in einem Fahrzeug eine elektronische Lenkung eingesetzt.

Bei der „Direct Adaptive Steering“ genannten Technologie überträgt das Lenkrad den Fahrerwunsch nicht mehr mechanisch über eine Säule auf die Spurstange und dann auf die Räder, sondern sendet elektronische Signale, die dann von einem Elektromotor an der Achse umgesetzt werden. Das soll schneller sein als der herkömmliche Weg und so für ein besseres Fahrgefühl sorgen. Zudem macht es die Einführung diverser neuartiger Assistenten möglich. So kann das System in Verbindung mit einer Kamera für eine verbesserte Spurstabilität sorgen und etwa unebenen Untergrund oder Seitenwind ausgleichen.

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Auch bei Müdigkeit des Fahrers springt die Technik ein und hält den Wagen automatisch auf der Straße. Gegen einen Elektronik-Ausfall ist das System durch zwei redundante Systeme gesichert, die ein Lenken immer ermöglichen. Ebenfalls neu ist ein aktiver Spurassistent, der mit Hilfe einer Kamera den vorausliegenden Weg scannt und den Geradeauslauf sowie die Federung auf Unebenheit vorbereitet, so dass diese ausgeglichen werden. Das soll mehr Ruhe und Komfort ins Auto bringen. Ebenfalls neu ist das Kommunikations- und Bediensystem „Intouch“ mit zwei großen Touchscreen-Monitoren - einer für das Bordsystem und einer für Unterhaltung und Smartphone-Applikationen.

Sparsamer Vierzylinder

Unter der Haube des Infiniti Q50 arbeitet in der US-Version ein leistungsgesteigerter 3,7-Liter-V6 mit 245 kW/333 PS oder ein Hybrid mit 3,5-Liter-V6-Motor und 225 kW/306 PS in Kombination mit einem 50 kW/68 PS starken Elektroantrieb. Für Deutschland ist ein sparsamer Vierzylinder-Motor geplant. Standardmäßig wird die Limousine über die Hinterachse angetrieben, alternativ gibt es für die Benziner Allradantrieb.

Optisch unterscheidet sich das neue Modell vom Vorgänger unter anderem durch die wuchtige Front mit dem markanten Doppelbogen, die weich gezeichneten Seitenkonturen und die sichelförmige C-Säule. Der Innenraum wurde durch das Vorverlegen der B-Säule um 2,5 Zentimeter größer. Das Gepäckabteil fasst zwischen 400 Liter (Hybrid) und 500 Liter (Benziner). Preise für den neuen Q50 nannte der Hersteller bislang noch nicht - das bisherige Einstiegsmodell G37 kostet in Deutschland 43.050 Euro, das Allradmodell G37x gibt es für 49.900 Euro.

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