Kfz-Nachwuchskampagne Initiative „Autoberufe“ bietet Stoff fürs Homeschooling

Autor: Doris Pfaff

Mit „Future Class“ nimmt die Initiative „Autoberufe“ nun auch die Schulklassen 5 bis 7 ins Visier. Absicht ist, Kinder und Jugendliche sehr früh für Berufe in der Autobranche zu begeistern. Zudem bietet die neue Blinka-Mediathek auch Materialien, die sich für das Lernen zu Hause eignen.

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Der Beruf des Kfz-Mechatronikers gehört weiterhin zu den beliebtesten Ausbildungsberufen im Handwerk. Informationen dazu bietet die Initiative „Autoberufe“.
Der Beruf des Kfz-Mechatronikers gehört weiterhin zu den beliebtesten Ausbildungsberufen im Handwerk. Informationen dazu bietet die Initiative „Autoberufe“.
(Bild: ProMotor)

Das Interesse von Kindern und Jugendlichen an den Autoberufe möglichst früh zu wecken, ist Ziel der bundesweiten Initiative „Autoberufe – Mach Deinen Weg!“. Erst recht in Krisenzeiten. Wie relevant der Ansatz ist, zeigt der aktuelle Bericht über die Ausbildungssituation im Kfz-Gewerbe. 2020 sank die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge bundesweit bei den Kfz-Mechatronikern um knapp 12 Prozent und bei den Automobilkaufleuten um fast 20 Prozent. Die Entwicklung ist nicht allein der Pandemie geschuldet, es fehlen vor allem die Bewerber; der demografische Wandel ist zu spüren.

Die Initiative „Autoberufe“ wirbt seit fünf Jahren bei den Dritt- und Viertklässlern mit „Blinka“ und ab sofort mit dem neuen Angebot „Future Class“ auch in der fünften bis siebten Jahrgangsstufe. Future Class ist ein multimediales und digitales Bildungspaket. Es richtet sich an alle Schulformen dieser Altersklasse. Und es informiert Jugendliche zu aktuellen Entwicklungen rund um Mobilität und will nachhaltig für die Ausbildungsmöglichkeiten in einem der Autoberufe begeistern.

Thema des aktuellen Programmjahres 2020/21 ist „Klima und Mobilität“. Lehrer werden ermutigt, diese Themenwelt im Unterricht aufzugreifen. Das Bildungspaket unterstützt ohne aufwendige Vorbereitung und kann auch fächerübergreifend eingesetzt werden. Die darin enthaltenen Materialien, darunter Wissensclips und Selbstlernmethoden, sind sowohl im Präsenzunterricht als auch im Homeschooling zu verwenden. Sie orientieren sich an den Lehrplänen aller 16 Bundesländer.

Kfz-Bildungsangebote ab der dritten Klasse für alle Schuljahrgänge

Ebenfalls neu ist die „Blinka Mediathek“: Dort finden die Lehrkräfte nun alle Magazine, Handreichungen, Videos, Audiobeiträge und Whiteboard-Materialien für den Einsatz im Präsenzunterricht oder beim Homeschooling. Dank dieses Schulprojekts des Kfz-Gewerbes sollen Kinder bereits im Grundschulalter technische Grundkenntnisse erlangen sowie Interesse für Autos, Verkehr und Mobilität entwickeln.

„Autoberufe“, die Gemeinschaftsinitiative der Automobilhersteller, der internationalen Kraftfahrzeughersteller, der Robert Bosch GmbH sowie des Zentralverbands Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK), bietet mit seinen Medienprojekten „Blinka“, „Future Class“ und „Physik, Chemie, Wirtschaftslehre“ für die Klassen 8 bis 10 jeweils altersgerechte Informations- und Unterrichtsmaterialien zur Berufsorientierung. Dabei unterstützt auch die Kampagne „#wasmitautos“; hier stellen junge Leute für junge Leute ihre Tätigkeiten in der Autobranche vor.

„Wir sind damit jetzt von der Kita (Pixi-Buch) über die Grundschule (Blinka) bis zur Jahrgangsstufe 10 der weiterführenden Schulen mit den Autoberufen und den relevanten Themen Auto, Verkehrssicherheit, Mobilität und Berufsorientierung unterwegs", betont Claudia Kefferpütz von der ZDK-Abteilung Berufsbildung.

Die Angebote unterstützten gerade jetzt, da Schulvorträge und Berufsorientierungstage ausfallen, die Betriebe und Innungen dabei, den Kontakt zu Schulen weiter aufrechtzuerhalten. Der ZDK ermuntert die Betriebe, die Bildungsangebote des Kfz-Gewerbes publik zu machen, beispielsweise durch Hinweise auf ihren Internetseiten und durch Aushänge vor Ort.

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Über den Autor

 Doris Pfaff

Doris Pfaff

Redakteurin bei »kfz-betrieb«, Ressort Verbände & Politik