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Inklusion in der Ausbildung: Lernen leichter gemacht

Autor / Redakteur: Jens Gieseler / Julia Mauritz

Ob Lernschwäche, Konzentrationsstörungen oder Sprachschwierigkeiten – viele tun sich mit der Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker schwer. Abhilfe sollen digitale Lernplattformen schaffen: VR-Brillen und Youtube spielen dabei eine wichtige Rolle.

Auf dem Youtube-Kanal kfz4me.de werden komplexe Tätigkeiten schrittweise erklärt.
Auf dem Youtube-Kanal kfz4me.de werden komplexe Tätigkeiten schrittweise erklärt.
(Bild: kfz4me.de)

Hakan R. will Kfz-Mechatroniker werden. Doch seine Noten in der Berufsschule lassen zu wünschen übrig. Nicht immer versteht er die Arbeitsanweisungen seines Meisters, und häufig hat er Probleme, sich zu konzentrieren. Deshalb hat er Angst, dass er aus der Lehre fliegt. Er überlegt, ob er der Ansage seines Ausbilders zuvorkommen und lieber selbst die Reißleine ziehen soll.

Hakan R. steht stellvertretend für junge Menschen, die sich aus den unterschiedlichsten Gründen schwertun, eine Ausbildung erfolgreich abzuschließen. Auf genau diese Gruppe zielt das von der EU geförderte Projekt „InKraFT“ ab, das im Herbst 2020 abgeschlossen werden soll: Moderne Lernmittel sollen dabei unterstützend wirken. „Egal ob eine diagnostizierte Einschränkung oder eine Behinderung vorliegt oder ob der Mensch bloß einen schlechten Tag hat: Wir arbeiten daran, den Ausbildungs- und Arbeitsalltag zu vereinfachen und barrierefreier zu gestalten“, erklärt Udo Petruschkat, Kfz-Techniker-Meister und einer der Projektmitarbeiter bei „InKraFT“. Seit Anfang des Jahres wird in zwei Behindertenwerkstätten getestet, wie gut sich solche Angebote in der Praxis bewähren.