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Innung Rostock: Gemeinsam Herausforderungen bewältigen

| Autor / Redakteur: Holger Zietz / Christoph Baeuchle

Mit ihren Betrieben sind Kfz-Unternehmer in der Regel genug ausgelastet. Ehrenamtliches Engagement geht nur, wenn man die Aufgaben teilt. Wie das erfolgreich klappt, macht der Vorstand der Kfz-Innung Rostock vor. Zur Zufriedenheit der Mitglieder – wie die turnusgemäße Wahl zeigt.

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Im Amt bestätigt: Obermeister Mike Specht von der Kfz-Innung Rostock – Bad Doberan.
Im Amt bestätigt: Obermeister Mike Specht von der Kfz-Innung Rostock – Bad Doberan.
(Bild: Zietz/»kfz-betrieb«)

Die Herausforderungen der Branche lassen sich allein kaum bewältigen, gemeinsam schon. Das gilt umso mehr für das ehrenamtliche Engagement in der Verbandsorganisation, vor allem wenn man noch einen Betrieb führen muss. „Die Arbeit ist auf alle Schultern im Vorstand verteilt“, sagte Obermeister Mike Specht, bei der Herbstversammlung der Kfz-Innung Rostock – Bad Doberan. Für einen allein wäre es nicht zu bewältigen.

Dass der Innungsvorstand als Team gute Arbeit leistet, ist bei den Mitgliedern angekommen. Bei den turnusgemäßen Wahlen bestätigen die Teilnehmer alle Vorstandsmitglieder in ihren Ämtern. Nun haben Obermeister Specht und das gesamte Gremium weitere vier Jahre, um ihre Ideen gemeinsam umzusetzen.

Führungsteam der Kfz-Innung Rostock – Bad Doberan: (v. li.) Norbert Stark (Geschäftsführer), Norbert Kuß (Werkstattprüfer), Olaf Seiler (Vorstandsmitglied), Martin Goldbach (stellv. Obermeister), Mike Specht (Obermeister), Andreas Wigger (Vorstandsmitglied) und Uwe Hameister (Werkstattprüfer).
Führungsteam der Kfz-Innung Rostock – Bad Doberan: (v. li.) Norbert Stark (Geschäftsführer), Norbert Kuß (Werkstattprüfer), Olaf Seiler (Vorstandsmitglied), Martin Goldbach (stellv. Obermeister), Mike Specht (Obermeister), Andreas Wigger (Vorstandsmitglied) und Uwe Hameister (Werkstattprüfer).
(Bild: Zietz/»kfz-betrieb«)

Dazu gehört beispielsweise, den Fokus auf die Auszubildenden zu richten. So ist es dem Vorstand gelungen, die schulische Ausbildung für Kfz-Azubis weiterhin in Rostock zu behalten. „Wir werden das Lehrpersonal sukzessive verjüngen“, kündigte Specht an. Zudem bemüht sich die Innung auch um eine zeitgemäße Ausstattung der Schule. „Die Azubis sollen an Geräten arbeiten, die sie auch in unseren Betrieben vorfinden.“

Ein deutliches Plus im Werben um künftige Fachkräfte. Denn wie zahlreiche andere Innungen auch bekommen die Rostocker die demografische Entwicklung der Gesellschaft zu spüren. Eine attraktive Schule vor Ort kann für viele junge Menschen ein weiterer Anreiz für eine Ausbildung sein.

Schnellerer Netzausbau gefordert

Ein weiteres Thema für die Innung ist die Digitalisierung. Die weltweite Entwicklung macht eben auch an der Küste in Mecklenburg-Vorpommern nicht halt. Aber sie braucht etwas länger, um überall anzukommen – zumindest wenn man die Netzgeschwindigkeit betrachtet. „In einigen Gegenden lassen sich aufgrund der Netzgeschwindigkeit nicht alle Anwendungen umsetzen“, kritisierte Specht und forderte einen schnelleren Netzausbau, um den Betrieben auch in der digitalen Welt die Chancengleichheit zu ermöglichen.

Auch die Innung baut ihre digitalen Angebote aus. Den Internetauftritt hat sie komplett überarbeitet. Der Autofahrer soll dort Informationen rund um das Thema Auto bekommen und alle Betriebe der Innung finden. „Wir wollen mit der Seite beim Kunden präsent sein“, erklärt Specht das Anliegen der Innung. Das Herzstück wird die Werkstattsuche über eine Kartendarstellung sein. Außerdem soll der Kunde „seinen“ Betrieb über die Postleitzahlensuche finden. Schülern hilft der neue Auftritt bei der Suche nach einem Ausbildungsberuf. Für Innungsbetriebe sollen alle Informationen des Verbands verfügbar sein. Termine sind so jederzeit für das Mitglied abrufbar.

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