Suchen

Insolvenzen wieder deutlich rückläufig

| Autor / Redakteur: Andreas Grimm / Andree Stachowski

Das Kfz-Gewerbe hat im Februar deutlich weniger Pleiten erlitten als im Vorjahresmonat. Allerdings haben sich nicht alle Bereiche gleich gut entwickelt. Das Sorgenkind des Vorjahres bleibt in der Krise.

Firma zum Thema

Im Februar mussten deutlich weniger Betriebe im Kfz-Gewerbe wegen Zahlungsschwierigkeiten schließen als im Vorjahresmonat.
Im Februar mussten deutlich weniger Betriebe im Kfz-Gewerbe wegen Zahlungsschwierigkeiten schließen als im Vorjahresmonat.
(Foto: Grimm)

Die Zahl der Insolvenzen im Kfz-Gewerbe ist im Februar um ein Drittel gesunken. Wie das Statistische Bundesamt jetzt mitteilte, wurden für den zweiten Monat des Jahres 46 Firmenpleiten in der Branche inklusive der Motorradbetriebe und des Teilehandels registriert. Das waren 22 Fälle weniger als im Vorjahresmonat (-32,4 %). 33 Verfahren wurden eröffnet, 13 mangels Masse abgewiesen.

Damit hat sich die Entwicklung vom Januar, als die Zahl der Insolvenzen um 7,7 Prozent gestiegen war, ins Gegenteil verkehrt. Nimmt man beide Monate zusammen, wurden 15 Prozent weniger Pleiten in der Branche registriert (102 Fälle). Die wirtschaftliche Situation des Kfz-Gewerbes ist damit stabiler als in der Gesamtwirtschaft. Über alle Branchen hinweg sank die Zahl der Pleiten im Januar und Februar 2015 um 11,8 Prozent.

Fast halbiert haben sich im Februar die Insolvenzen im Handel. Für diese Unternehmensgruppe weisen die Statistiker 18 Pleiten aus. Das sind 17 Fälle oder 48,6 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Gar nicht betroffen waren im Berichtsmonat Nutzfahrzeughändler.

Ebenfalls deutlich weniger zahlungsunfähige Betriebe gab es im Bereich des Kfz-Service. Statt 26 Fällen im Vorjahresmonat, mussten im Februar 2015 nur noch 15 Betriebe zum Insolvenzgericht. Das ist ein Rückgang um 42,3 Prozent. Besonders deutlich wurde die Entwicklung bei den klassischen Werkstätten. Aus ihren Reihen wurden noch 11 statt 20 Insolvenzanträge gestellt (-45 %).

Weiter schwierig bleibt die Lage dagegen im stationären Teile- und Zubehörhandel. Die Zahl der zahlungsunfähigen Betriebe ging im Februar von 5 auf 12 Fälle nach oben. Bereits im Januar waren die Fallzahlen gestiegen, im Gesamtjahr 2014 war die Zahl der Pleiten im Teile- und Zubehörhandel um knapp ein Viertel höher als 2013.

Dagegen bleiben die Fallzahlen im Motorradsegment gering. Eine einzige Insolvenz ist für den Februar vermerkt, im Vorjahresmonat waren es zwei.

(ID:43375927)

Über den Autor

 Andreas Grimm

Andreas Grimm

Redakteur, Redaktion »kfz-betrieb«