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Insolvenzrecht: Die Pleite verhindern

Autor / Redakteur: Harald Czycholl / Joachim von Maltzan

Mit der Umsetzung der EU-Restrukturierungsrichtlinie in deutsches Recht kommen erhebliche Änderungen auf in Schieflage geratene Unternehmen und ihre Gläubiger zu. Die Unternehmer bleiben dabei aber Herren des Verfahrens.

Die Sanierung eines Unternehmens in Eigenregie ist durch die neuen EU-Regeln einfacher geworden.
Die Sanierung eines Unternehmens in Eigenregie ist durch die neuen EU-Regeln einfacher geworden.
(Bild: © alphaspirit - stock.adobe.com)

Auto Wichert, Willy Tiedtke, die Automobilgruppe Dirkes oder die Max-Moritz-Betriebe der Wellergruppe: Jüngst und in jüngerer Vergangenheit hat eine ganze Reihe größerer Insolvenzen für Aufmerksamkeit im Kfz-Gewerbe gesorgt. Auch Daten des Statistischen Bundesamts aus dem Herbst/Winter 2019 zeigen, dass die Zahl der Pleiten in der Branche wieder kontinuierlich steigt. Und die Entwicklung könnte anhalten. Denn am Konjunkturhimmel ziehen düstere Wolken auf. Und Trends wie der Umstieg auf die Elektromobilität oder der allgemein scharfe Wettbewerb in der Branche erfordern Investitionen. Neue rechtliche Rahmenbedingungen könnten Händlern jedoch helfen, rechtzeitig gegenzusteuern.

„Auf diese Herausforderung müssen die Unternehmen wirtschaftlich reagieren – sie müssen die richtigen strategischen Entscheidungen treffen und operativ die richtigen Maßnahmen einleiten und umsetzen“, betont Peter H. Hoegen, Rechtsanwalt und Partner für Bankrecht und Restrukturierung bei Allen & Overy LLP in Frankfurt. Viele Autohäuser und Werkstätten müssten sich überlegen, wie sie ihr Geschäftsmodell neu justieren.