Integration von Geflohenen: Ein steiniger Pfad

Das Schmallenberger Mazda-Autohaus Gödde ist mit dem Integrationspreis des Handwerks NRW 2018 ausgezeichnet worden: Bei einem syrischen Kfz-Mechaniker hat es den schwierigen Prozess der Berufsanerkennung erfolgreich gemeistert.

| Autor: Julia Mauritz

Ludger Gödde (re.), mit seinem syrischen Kfz-Mechatroniker Nabeel Al Khadra.
Ludger Gödde (re.), mit seinem syrischen Kfz-Mechatroniker Nabeel Al Khadra. (Bild: Mauritz)

Dass er einmal eine Auszeichnung erhalten würde für die beispielhafte Unterstützung und Integration von Geflüchteten, hätte sich Ludger Gödde, Geschäftsführer des Schmallenberger Autohauses Gödde, noch vor drei Jahren nie träumen lassen. Denn eigentlich hatte er sich unternehmerisch nie intensiv mit dem Thema Integration beschäftigt. Es war die pure Neugierde, die ihn Ende 2015 zum Besuch eines Schmallenberger Cafés bewog, das damals als Begegnungsstätte für Flüchtlinge diente – Ludger Gödde wollte sich persönlich ein Bild davon machen, wie die 500 vorwiegend aus Syrien, Afghanistan und dem Irak Geflohenen zurechtkamen, die der 25.500-Einwohner-Stadt im Hochsauerlandkreis zugewiesen worden waren. Untergebracht waren diese damals noch in Notunterkünften. Was er sah, gefiel dem Unternehmer nicht: „Die meisten konnten kein Englisch und standen etwas hilflos in der Ecke herum. Es war klar, dass sie noch nicht wirklich angekommen waren“, erinnert sich Ludger Gödde.

Das Autohaus Gödde hat seinen Hauptsitz in Schmallenberg im Hochsauerland.Das Autohaus Gödde hat seinen Hauptsitz in Schmallenberg im Hochsauerland. (Bild: Mauritz)

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