Interimsregierung: Keine Pläne für blaue Plakette

Autor / Redakteur: Timo Schulz / Christoph Baeuchle

Die Zukunft des Diesels ist noch unsicher. Sicher ist jedoch, dass die geschäftsführende Bundesregierung keine „blaue Plakette“ einführen will. Das kommt beim Kfz-Gewerbe Bayern gut an.

Firmen zum Thema

Bleibt in der Schublade: Die geschäftsführende Bundesregierung sieht keinen Bedarf für eine blaue Plakette.
Bleibt in der Schublade: Die geschäftsführende Bundesregierung sieht keinen Bedarf für eine blaue Plakette.
(Bild: Twintec)

Die geschäftsführende Bundesregierung will weder eine „blaue Plakette“ für schadstoffarme Fahrzeuge noch neue Steuersätze bei den Kraftstoffen einführen. Dies geht aus einer Antwort der geschäftsführenden Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Fraktion „Die Linke“ hervor.

Die Pläne stoßen beim Kfz-Gewerbe auf positive Resonanz. „Eine Einführung einer blauen Plakette wie auch eine Abschaffung des Dieselprivilegs hätte für den Fortbestand von Dieselmotoren dramatische Folgen“, stellt Albert Vetterl, Präsident des Kfz-Gewerbes Bayern, klar. Wie ohne den Diesel die strengen CO2-Vorgaben der EU-Kommission erreicht werden könnten, wäre völlig ungewiss.

Der CO2-Ausstoß eines Diesels liegt rund 20 Prozent unter dem eines Benziners. Und bei der E-Mobilität werden nach Vetterls Einschätzung noch Jahre vergehen, bis ein bedeutsamer Beitrag zur Luftreinhaltung geleistet werden kann. Vetterl hält deshalb allein aus klimapolitischen Gründen die komplette Abkehr vom Diesel derzeit für wenig sinnvoll.

(ID:45097236)