Suchen
+

Internationale Bilanzierungsregeln IFRS 16: Leasing auf dem Prüfstand

| Autor / Redakteur: Joachim von Maltzan / Joachim von Maltzan

Seit Jahrzehnten nutzen gewerbliche Abnehmer auch aus bilanziellen Gründen vornehmlich Leasing, wenn sie Maschinen oder Autos anschaffen wollten. Die neuen internationalen Bilanzierungsregeln stellen dies nun infrage.

Ob Unternehmen auch zukünftig ihre Fahrzeuge wie bisher mittels Leasing anschaffen werden, ist angesichts der neuen Bilanzierungsregelungen fraglich.
Ob Unternehmen auch zukünftig ihre Fahrzeuge wie bisher mittels Leasing anschaffen werden, ist angesichts der neuen Bilanzierungsregelungen fraglich.
(Bild: © Thaut Images - stock.adobe.com)

Wenn sich ein gewerblicher Kunde im Autohaus für ein Fahrzeug interessierte, kam bisher der Hinweis des Verkäufers, der Kunde solle das Fahrzeug leasen. Das sei für ihn nicht nur steuerlich, sondern auch aus bilanztechnischen Gründen interessant, da er beim Leasing das Fahrzeug nicht in der Bilanz ausweisen müsse. Das wirke sich positiv beim Verschuldungsgrad und beim Ranking aus – insbesondere dann, wenn das Unternehmen mehrere Fahrzeuge im Bestand habe.

Die Verkäufer müssen jetzt umlernen. Denn diese Argumentation stimmt teilweise nicht mehr. Für Unternehmen, die in Deutschland nach HGB bilanzieren, gilt dieser Hinweis nach wie vor. Anders sieht es aber bei Firmen aus, die ihre Bilanz nach den internationalen Regeln (IFRS) erstellen. Insbesondere Tochtergesellschaften größerer Konzerne fallen darunter.