Internet-Sales-Award: Ein Gesicht wird gesucht

Autor / Redakteur: Joachim von Maltzan / Joachim von Maltzan

Via Facebook verbindet das Ansbacher Autohaus Breitschwert virtuelle und konventionelle Kommunikation und beindruckte damit die Jury des Intenet-Sales-Award.

Firmen zum Thema

Der Audi-Hangar dominiert das Erscheinungsbild des Ansbacher Autohauses.
Der Audi-Hangar dominiert das Erscheinungsbild des Ansbacher Autohauses.
( Archiv: Vogel Business Media )

Für den Internet-Sales-Award bewarb sich das Ansbacher Autohaus Breitschwert mit mit einer eher ungewöhnlichen Aktion: Zur A1-Vorstellung nutzte das Unternehmen erfolgreich Social Media zur Kommnunikation mit seinen Kunden.

Wer im Sommer in Ansbach und Umgebung unterwegs war, dem sprangen sie förmlich entgegen: die Breitschwert-Plakate, mit denen das Audi-Autohaus das „A1-Gesicht“ suchte. Interessenten konnten sich anmelden und ein Foto von sich auf die Breitschwert-Website stellen.

Das Unternehmen nutzte aber nicht nur Plakatwerbung – Mitarbeiter verteilten Handzettel und Zeitungsanzeigen machten auf diese ungewöhnliche Aktion aufmerksam. Um den Bekanntheitsgrad über Facebook noch mehr zu steigern, schaltete Breitschwert Werbung in dem sozialen Netzwerk. Facebook-Nutzer aus der Region um Ansbach erhielten somit gezielt einen Hinweis auf das „A1-Gesicht“. Ausgewählte Keywords von Discotheken oder Modelagenturen und eine starke Präsenz auf der eigenen Homepage taten ihr Übriges für die Suchmaschinenoptimierung. Breitschwert verknüpfte somit die unterschiedlichsten Medien, um ein Maximum an Aufmerksamkeit zu erreichen.

Nachdem die Bewerber feststanden, konnten die Internet-User die Bilder bewerten und über ein Vorvoting die zehn interessantesten Gesichter bestimmen. Unter diesen wählte eine Jury dann den Gewinner, der dafür sechs Monate kostenlos einen Audi A1 fahren darf.

Bildergalerie
Bildergalerie mit 8 Bildern

Diesen sehr modernen Werbeansatz nutzt Breitschwert erst seit Kurzem. Auslöser war eine Kundenbefragung, die das Autohaus zusammen mit Audi durchführte. Die Kernfrage war, was die Befragten mit dem Autohaus Breitschwert verbinden. Das Resultat war ernüchternd: sehr bekannt, kompetent und traditionsbewusst, aber auch hausbacken und teuer – so lauteten die Urteile der Ansbacher Bürger.

Seniorchef Klaus Dieter Breitschwert erkannte die Gefahr, die in dieser Einschätzung steckte und krempelte das Unternehmen um. Er nutzte die Werte des traditionellen Familienunternehmens, um es auf neue Beine zu stellen. Der wichtigste Schritt war eine neue Unternehmensstruktur mit klaren Verantwortlichkeiten.

Da Breitschwert gleichzeitig bayerischer Landtagsabgeordneter, Vorsitzender des Parlamentskreises „Mittelstand“ der CSU-Fraktion und Präsident des Kfz-Gewerbes Bayern ist, hat er nicht genug Zeit, um die Firma alleine zu führen. So leiten heute sein Neffe Karl Heinz Breitschwert und er gemeinsam die Autohausgruppe mit drei Standorten in Ansbach sowie Filialbetrieben in Feuchtwangen, Heilsbronn und Rothenburg.

Tradition und Moderne gefragt

In wichtige Schlüsselpositionen setzte er weitere Familienmitglieder, um die Vorteile des Familienbetriebs mit seiner sehr persönlichen Ausstrahlung zu betonen und gleichzeitig klare Strukturen mit entsprechenden Kompetenzen zu schaffen. Seine Tochter Natalie übernahm die Verantwortung für das Marketing, seine zweite Tochter Tanja die Verkaufsleitung Volkswagen, seine Neffe Thomas die Betriebsleitung in Rothenburg und sein Großneffe Jürgen das Gebrauchtwagengeschäft. Jeder weiß, wofür er verantwortlich ist und hat dafür ein festes Budget zur Verfügung.

(ID:358175)