Internet Sales Award: Fünfter Standort Internet

Autor / Redakteur: Stephan Richter /

Die Autohausgruppe Hans Brandenburg hat den Onlinevertrieb komplett ins Tagesgeschäft integriert. Für seine erfolgreiche Onlinestrategie wurde der BMW-/Mini-Händler mit dem achten Platz beim Internet Sales Award belohnt.

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Die beiden Geschäftsführer vom Autohaus Brandenburg: Ralf Brandenburg (li.) und Michael Niebel.
Die beiden Geschäftsführer vom Autohaus Brandenburg: Ralf Brandenburg (li.) und Michael Niebel.
( Richter )

Das Internetgeschäft im Autohaus Brandenburg ist nichts Besonderes mehr, es ist Alltag. Und genau das ist besonders. Jeder Verkäufer ist Teil des Onlinevertriebs, engagiert sich auf der Facebook-Seite des Unternehmens und kann mit seinem Dienst-Smartphone jederzeit auf Anfragen reagieren. Es ist von Vorteil, dass mit Ralf Brandenburg ein studierter Informatiker an der Spitze des Autohauses steht. Wo manch Unternehmen bis heute noch nicht im Internetzeitalter angekommen ist, kennt sich der Geschäftsführer mit allen Voraussetzungen und Möglichkeiten der Informationstechnologie aus.

Ralf Brandenburg leitet das Unternehmen gemeinsam mit Michael Niebel. Beide haben eine klare Vorstellung von der Internetseite und den damit verbundenen Prozessen: „Wir empfinden unsere Onlinepräsenz als fünften Standort. Wir wollen auch hier die Seriosität eines Premiumhändlers ausstrahlen. Auf dieses Schaufenster kann die ganze Welt zugreifen“, sagt Brandenburg. Nützliche Datenblätter wie Zulassungsvollmachten sowie Informationen zu Handicap-Fahrzeugen, Fahrschulwagen oder besondere Rabatte sind ebenfalls auf der Internetseite hinterlegt.

Die Brandenburg-Gruppe ist in Nordrhein-Westfalen mit vier Standorten vertreten: Düsseldorf, Hilden, Dormagen und Mettmann. Derzeit ist das Autohaus im Rennen um den Titel „Größter Mini-Händler Deutschlands“. „Gerade die Marke Mini ist für Marketingaktionen und Kundenbindungsmaßnahmen im Internet wie geschaffen“, erklärt Brandenburg. Knapp 1.200 Mini-Fans zählt das Autohaus mittlerweile auf seiner Facebookseite.

Newsletter ist „Medium von gestern“

In Anbetracht dieser Zahlen rüttelt das Unternehmen auch an etablierten Kommunikationsmodellen: „Der Newsletter ist ein Medium von gestern“, argumentiert Brandenburg. „Über Facebook erreichen wir haargenau unsere Zielgruppe: Menschen, die sich mit der Marke identifizieren und Informationen zu neuen Modellen sowie über unser Autohaus lesen möchten.“ Monatlich summieren sich die Nutzerzahlen auf über 25.000 Beitragsaufrufe. Fan-Kampagnen, wie Sondermodelle zum Abitur, bewirbt das Autohaus auch bei Facebook.

Die Brandenburg GmbH hat die Selbstdarstellung in sozialen Netzwerken aufgegriffen: Jeder Fahrzeugkäufer kann bei der Übergabe den Satz vervollständigen „Ich fahre Mini, weil...“. Das Ergebnis postet das Autohaus bei Facebook. „Wir erleben, wie wichtig das den Kunden ist. Manche feilen wochenlang an der passenden Antwort“, sagt Brandenburg.

Keine unnötigen Adressen sammeln

Im Autohaus Brandenburg zählt somit nicht die Zahl der Kontakte, sondern deren Qualität. Nur vielversprechende Interessenten finden ihren Weg ins CRM-System. „Wir sind nicht daran interessiert, unsere Datenbank unnötig aufzublähen und filtern daher bei den Kontakten stark aus“, erklärt Brandenburg.

Aktuell hat das Unternehmen seinen kompletten Adressstamm bereinigt. Anlass dafür sind die künftigen Datenschutzbestimmungen. „Unsere Kontakte sind auf dem neuesten Stand und auch für die Zukunft gesichert. Würden wir das nicht tun, könnten wir die Adressen ab September 2012 nicht mehr verwenden. Bislang haben 75 Prozent der angeschriebenen Kunden geantwortet“, so Brandenburg.

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Eine klare Linie fährt das Autohaus beim Erfassen und Einstellen von Fahrzeugen. Der Gesamtprozess ist hochautomatisiert und wird über das System Easy Car Sales abgewickelt. Das Programm überträgt den aktiven Fahrzeugbestand in kurzen Abständen automatisch an den Dienstleister Carzilla. Dieser überprüft die Fahrzeugdaten auf Qualität, bereitet sie auf und exportiert sie an verschiedene Fahrzeugbörsen sowie die Brandenburg-Homepage. „Die Software gibt die Abläufe vor, arbeitet lückenlos und zeigt auf, wenn Informationen fehlen“, erklärt Brandenburg.

Für die Gebrauchtwagenangebote im Internet hat das Autohaus eine zentrale Rufnummer angelegt. Damit auch kein Anruf verloren geht, nutzt das Unternehmen den Anruf-Manager von Autoscout 24.

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