Altersversorgung Ist bei einer Insolvenz die Betriebsrente in Gefahr?

Autor / Redakteur: Harald Czycholl / Julia Mauritz

Die Insolvenzen werden in den kommenden Monaten zunehmen, sagen Experten. Inwiefern sich eine Pleite auf die betriebliche Altersvorsorge auswirkt, hängt vom gewählten Durchführungsweg ab.

Für viele Menschen ist die Betriebsrente ein wichtiger Baustein ihrer Altersversorgung.
Für viele Menschen ist die Betriebsrente ein wichtiger Baustein ihrer Altersversorgung.
(Bild: © kathrinm - stock.adobe.com)

Viele Kfz-Betriebe sind von der Coronakrise schwer gebeutelt. „In diesem Jahr müssen wir mit rund 20 Prozent weniger Neuzulassungen, etwa sieben Prozent weniger Gebrauchtwagenverkäufen sowie einer um vier Prozentpunkte geringeren Werkstattauslastungsquote rechnen“, sagt Jürgen Karpinski, Präsident des Zentralverbands Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK). Die Betriebe könnten die durch den Lockdown erlittenen Verluste nicht mehr aufholen. Und in so manchem Betrieb werden die Reserven knapp. Mit der verlängerten Aussetzung der Insolvenzantragspflicht haben die Unternehmen zwar eine Verschnaufpause bekommen. Experten rechnen dennoch damit, dass im Anschluss die Insolvenzen in vielen Branchen zunehmen werden.

Die Beschäftigten sorgen sich nicht nur um ihre Arbeitsplätze, sondern mitunter auch um ihre Betriebsrenten. Denn je nach Durchführungsweg kann eine Insolvenz unterschiedliche Auswirkungen auf die Betriebsrenten haben. „Die betriebliche Altersversorgung eines Mitarbeiters ist weitgehend geschützt durch das Betriebsrentengesetz“, beschwichtigt Peter Pauly, Steuerberater und Geschäftsführer der Pauly & Keltenich Steuerberatungsgesellschaft aus Köln. „Voraussetzung ist jedoch, dass die Versorgungsansprüche unverfallbar geworden sind.“ Dies sei nach einer drei Jahre bestehenden Zusage der Fall.