RDKS/TPMS Ist die Luft raus?

Reifendruck-Kontrollsysteme sind seit fast sieben Jahren Pflicht. Viele Sensorbatterien nähern sich dem Ende ihrer sieben- bis zehnjährigen Lebenszeit. Ob auf Werkstätten demnächst eine „Sensor-Ersatz-Welle“ zurollt, verraten Sensor- und Gerätehersteller.

Mit einer prognostizierten Batterielebensdauer von sieben bis zehn Jahren kommen demnächst die ersten Reifendruck-Kontrollsensoren an ihre „Haltbarkeitsgrenze“ – was den Ersatzbedarf in die Höhe schnellen lassen dürfte.
Mit einer prognostizierten Batterielebensdauer von sieben bis zehn Jahren kommen demnächst die ersten Reifendruck-Kontrollsensoren an ihre „Haltbarkeitsgrenze“ – was den Ersatzbedarf in die Höhe schnellen lassen dürfte.
(Bild: dd)

Der 1.11.2014 war wieder einmal ein großer Stichtag für die Kfz-Branche. Denn seither müssen laut EU-Verordnung ECE R64 alle neu zugelassenen Fahrzeuge der Klasse M1/M1G, also Pkw, SUVs, Geländefahrzeuge, Wohnmobile und Kleinbusse mit höchstens acht Sitzplätzen (plus Fahrersitz), mit einem Reifendruck-Kontrollsystem (RDKS, auf Englisch TMPS – Tire Pressure Monitoring System) ausgerüstet sein. Für neu typgeprüfte Fahrzeugen galt diese Pflicht bereits seit 1.11.2012.

Mit der dazugehörigen – und seither viel zitierten – EU-Verordnung Nr. 661/2009 wollte die EU durch die flächendeckende Verbreitung dieses Sicherheitssystems nicht nur schwere Unfälle vermeiden, die aufgrund eines zu geringen Fülldrucks oder eines plötzlichen Luftverlusts entstehen. Gleichzeitig wollte sie durch den permanent überwachten Reifendruck den Kraftstoffverbrauch senken – und damit die CO2-Emissionen.