Mobilität der Zukunft Ist ein eigenes Auto in zehn Jahren noch Standard?

Autor: Christoph Seyerlein

Ist der Privat-Pkw auch in zehn Jahren noch eine der dominierenden Mobilitäts-Formen? Diskussionen dazu gibt es reichlich. Volkswagen-Chef Herbert Diess rechnet nicht mit einer sinkenden Bedeutung des eigenen Fahrzeugs. Und auch zwei aktuelle Umfragen deuten das an.

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Viele wollen auch in Zukunft nicht auf ein eigenes Auto verzichten.
Viele wollen auch in Zukunft nicht auf ein eigenes Auto verzichten.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

Herbert Diess gilt als Transformator. Volkswagen hat er als Chef binnen kurzer Zeit vom Diesel-Sünder zum Elektro-Dampfmacher geformt. Inzwischen will er den Konzern vom Autobauer zum softwarebasierten Mobilitätsanbieter wandeln.

Doch alles wird sich dann doch nicht ändern, glaubt selbst der 62-Jährige. Dem „Handelsblatt“ sagte Diess: „Das Auto als Privateigentum wird in zehn Jahren noch der Standard sein.“ Mobilitätsdienste hin oder her, daran will selbst der ehrgeizige Volkswagen-Boss nicht rütteln.

Zwar wachsen die Nutzungszahlen mancher Angebote wie Carsharing. Doch auch eine Auswertung der Unternehmensberatung Arthur D. Little kommt zu dem Schluss, dass das eigene Auto längst noch kein Auslaufmodell ist. Weltweit nahmen 8.500 Konsumenten an der Studie teil. Für den deutschen Markt ergab sich daraus folgendes Bild: 57 Prozent gehen davon aus, dass die Bedeutung eines eigenen Autos in zehn Jahren unverändert sein wird.

Ein Viertel erwartet einen Bedeutungsschwund

18 Prozent gaben an, dass die Wichtigkeit aus ihrer Sicht sinken werde. Sieben Prozent rechnen gar mit einer stark zurückgehenden Bedeutung. Auf der anderen Seite gingen 12 Prozent davon aus, dass private Pkws in der Gunst steigen werden. Sieben Prozent erwarten einen starken Anstieg der Bedeutung. Insgesamt waren also 76 Prozent der Meinung, dass das eigene Auto auch in zehn Jahren noch mindestens genauso wichtig sein wird wie aktuell.

Noch etwas deutlicher unterstützt autoaffine Instagram-Community von »kfz-betrieb« Diess' These. Bei einer Umfrage mit insgesamt 1.474 Teilnehmern stimmten 84 Prozent den Aussagen des Volkswagen-Chefs zu.

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Entwicklungsredakteur