IT-Probleme legen Produktion bei Porsche zeitweise lahm

211 Server ausgefallen

| Autor: dpa

Neben dem Stammwerk in Stuttgart-Zuffenhausen standen am Dienstag auch im Werk in Leipzig (Foto) die Bänder still.
Neben dem Stammwerk in Stuttgart-Zuffenhausen standen am Dienstag auch im Werk in Leipzig (Foto) die Bänder still. (Bild: Marco Prosch/Porsche)

Eine IT-Störung hat am Dienstag für einige Stunden die Produktion bei Porsche lahmgelegt. Betroffen waren das Stammwerk in Stuttgart-Zuffenhausen sowie das Werk in Leipzig, wie ein Sprecher am Mittwoch sagte. Zuvor hatte „Spiegel Online“ berichtet. Der Fehler war am Dienstagnachmittag aufgetreten.

Es habe sich um ein internes Problem gehandelt, das sich auf Produktion und Logistik an den beiden Standorten ausgewirkt habe, und nicht um einen Angriff von außen, betonte der Sprecher. Ein fehlerhafter Datenspeicher sei der Ausgangspunkt gewesen. Eine Software, die die Auswirkungen der Störung hätte eindämmen sollen, habe dann ebenfalls versagt.

In einer Rundmail an die Mitarbeiter habe das Porsche-Management die Mitarbeiter darüber informiert, dass 211 Server ausgefallen seien, berichtete „Spiegel Online“. Demnach seien alle auf SAP-Software basierenden Prozesse betroffen gewesen. Nicht nur die Herstellung sei komplett ausgefallen, sondern auch der Betrieb der Ersatzteillager sowie die Kundenprozesse. Eine Möglichkeit, über Ersatzserver oder andere Umwege die Produktion wieder zum Laufen zu bringen, habe es demnach zunächst nicht gegeben.

Auswirkungen noch unbekannt

Der Porsche-Sprecher betonte, die Produktion sei noch am Abend wieder angelaufen. „Inzwischen haben wir fast alle Systeme wieder hochgefahren.“

Porsche produziert in seinem Stammwerk die zweitürigen Sportwagen 911 und 718 sowie neuerdings das Elektromodell Taycan. In Leipzig werden der kleine SUV Macan und der viertürige Panamera gebaut. Wie groß die Auswirkungen der Störung auf die Produktion waren, konnte der Sprecher noch nicht exakt beziffern.

Kommentare werden geladen....

Ihr Kommentar zum Thema

Der Kommentar wird durch einen Redakteur geprüft und in Kürze freigeschaltet.

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de/ (ID: 46186912 / Wirtschaft)

Plus-Fachartikel

Zusatzgeschäft E-Bikes: Die Turbostufe einschalten

Zusatzgeschäft E-Bikes: Die Turbostufe einschalten

Während die Höfe der Autohändler überquellen, kommen die E-Bike-Händler mit dem Auffüllen ihrer Lager kaum nach. Warum also nicht ein zweites Standbein mit Zweirädern aufbauen? Drei Autohäuser haben das getan – auf ganz unterschiedliche Art. lesen

Zusatzgeschäfte: Ein Riecher für’s Geschäft

Zusatzgeschäfte: Ein Riecher für’s Geschäft

Das Autohaus Herold in Lauf ist so breit aufgestellt wie kaum ein anderer Betrieb: Neben Autos verkauft man auch Motorräder, betreibt eine Tankstelle und einen Pizza-Imbiss. Das zahlt sich nicht erst seit der Coronakrise aus. lesen