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Italien macht Pariser Regierung Vorwürfe im OEM-Fusionspoker

| Autor / Redakteur: dpa / Jens Rehberg

Die italienische Regierung hat nach der geplatzten Fusion von Fiat Chrysler (FCA) und Renault nachgelegt und die französische Regierung für das Scheitern verantwortlich gemacht. Wirtschaftsminister Luigi Di Maio spricht deutliche Worte.

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Der römische Amtssitz des italienischen Ministerpräsidenten an der Piazza Colonna.
Der römische Amtssitz des italienischen Ministerpräsidenten an der Piazza Colonna.
(Bild: Piazza Colonna Palazzo Chigi / Piazza Colonna Palazzo Chigi / Agenziami / CC BY-SA 2.0 / CC BY-SA 2.0)

Die italienische Regierung hat nach der geplatzten Fusion von Fiat Chrysler (FCA) und Renault nachgelegt und die französische Regierung für das Scheitern verantwortlich gemacht. „Es ist der Interventionismus des Staates, der diese Operation hat scheitern lassen. Selbst Renault war nicht so zufrieden mit dem Interventionismus des französischen Staates“, sagte Vize-Regierungschef und Wirtschaftsminister Luigi Di Maio am Freitag in einem Radiointerview. „Frankreich hat keine gute Figur gemacht.“

Frankreich hält rund 15 Prozent an der Renault-Gruppe. FCA hatte vor knapp zwei Wochen ein Fusionsangebot gemacht. Durch einen Zusammenschluss wäre der weltweit drittgrößte Autobauer nach Volkswagen und Toyota entstanden. Am Donnerstag hatte FCA das Angebot allerdings überraschend zurückgezogen und dafür auch politische Hindernisse angegeben. Die Regierung in Paris bestritt allerdings politische Einflussnahme.

Bereits am Donnerstag hatten Fiat Chrysler und Di Maio eine Einflussnahme der französischen Regierung angedeutet. Der Ausgang der Verhandlungen zeige, „dass es nicht immer gut ist, wenn die Politik immer versucht, in wirtschaftliche Abläufe einzugreifen“, sagte der Politiker.

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