Jaguar F-Type: Zurück zu alten Tugenden

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Auch innen geht der F-Type seinen eigenen Weg. Er nimmt Abschied vom TFT-Bildschirm hinter dem Lenkrad und dem Getriebewählrad auf dem Mitteltunnel: „Ein echter Sportwagen braucht richtige Instrumente und einen Knüppel fürs Getriebe“, sagt Callum und verspricht, dass man den Wagen damit buchstäblich gut in der Hand habe.

Viel anderes wird einem allerdings auch nicht übrig bleiben. Denn wo der große Bruder XK bei aller Potenz den gemütlichen Gran Turismo gibt, geht es im F-Type spürbar enger zu. Da ist er einem Porsche Cayman näher als einem 911, den Hallmark zusammen mit den potenten Varianten von Mercedes SLK und BMW Z4 zu den wichtigsten Konkurrenten zählt.

Unter dem Blech nutzt der F-Type allerdings alles, was die Marke an Errungenschaften zu bieten hat. Vom XJ zum Beispiel übernimmt er die Aluminium-Bauweise, die das Gewicht des Roadsters auf unter 1,6 Tonnen drückt und für ein entsprechend handliches Fahrgefühl sorgen soll. Vom XK kommt das teilweise aufpreispflichtige Adaptivfahrwerk.

Porsche-Killer mit 495 PS

Und auch die Motoren kennt man aus anderen Modellen. An der Basis steht der neue Dreiliter-Kompressor, der aus seinen sechs Zylindern wahlweise 340 oder 380 PS schöpft. Und wer es richtig krachen lassen möchte, der bestellt den vom XKR bekannten V8-Motor. Fünf Liter und ein großer Kompressor garantieren 495 PS und machen ihn mit 4,0 Sekunden von 0 auf 100 und maximal 300 km/h gar vollends zum Porsche-Killer.

Wer die Briten angesichts dieser Motorisierungen nach dem Hybridantrieb der Frankfurter Studie fragt, der erntet kaum mehr als ein verständnisloses Kopfschütteln. Denn der elektrische Hilfsmotor war natürlich nur für die Show. Und außerdem muss sich der F-Type mit einem Verbrauch von bestenfalls 8,8 Litern auch als reiner Verbrenner nicht verstecken.

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Mogelpackung, Effekthascherei und Studie statt Serie – über solche Fragen kann Designchef Ian Callum nur lachen. Denn anders als bei der Technik ist das Design eines Produktionsmodells der Messestudie selten so treu geblieben wie beim F-Type. Aber dafür hat Callum eine ganz einfache Erklärung: „Als wir die Studie gemacht haben, war das Serienauto schon längst fertig.“

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