Jaguar Land Rover: Evoque wird zum Renner

Autor / Redakteur: Andreas Wehner / Andreas Grimm, Andreas Grimm

Das kompakte SUV werde eine wichtige Rolle im gesamten Geschäft des Autobauers spielen, sagte JLR-Chef Ralf Speth auf der IAA. Auch ein kommendes Jaguar-SUV kann Speth sich vorstellen.

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Der neue Range Rover Evoque kommt bei den Kunden sehr gut an. „Er wird künftig eine wichtige Rolle im gesamten Geschäft von Jaguar Land Rover spielen“, sagte der Chef des britischen Autobauers, Ralf Speth, am Dienstag auf der IAA 2011 in Frankfurt. Allerdings müssen sich die Kunden wohl auf längere Lieferzeiten einstellen. Der Vorverkauf läuft offenbar besser als erwartet.

Große Hoffnungen setzt der Hersteller auch in den 2,2-Liter-Diesel, der künftig im Jaguar XF zu haben ist. Der Vierzylinder soll Jaguar zusätzliche Absatzchancen eröffnen. Ein kommendes Jaguar-SUV will Speth nicht ausschließen. „Es gibt viele Alternativen, die wir prüfen“, sagte der JLR-Chef zum Thema Erweiterung der Modellpalette.

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Inwieweit die auf der IAA vorgestellte Studie für einen Defender-Nachfolger umgesetzt wird, ist noch nicht entschieden. „Was wir hier zeigen ist eine von mehreren möglichen Alternativen“, sagte Speth. Man habe verschiedene Konzepte in der Tasche, vom eher nutzwertorientierten Fahrzeug bis zum Freizeit-Auto. „Es ist der Nachfolger eines Icons. Und daher nehmen wir uns Zeit“, so der JLR-Chef.

Zehn Prozent im Plus

Eine Absatzprognose für das laufende Geschäftsjahr (1. April 2011 bis 31. März 2012) wollte Speth nicht abgeben. „Wir werden ein bisschen was zum Vorjahr addieren können“, sagte Speth. Bis Ende August verkaufte der Hersteller kumuliert weltweit insgesamt 166.000 Fahrzeuge beider Marken. Das entspricht einem Plus zum Vorjahreszeitraum von etwa 10 Prozent.

Mit Problemen wegen einer möglichen erneuten Wirtschaftskrise rechnet JLR nicht. Man habe ein starkes Produktprogramm und wachse international recht stark. Mit dieser Aufstellung könne man auch einen Sturm überstehen und sogar vorsichtig optimistisch sein, was das weitere Wachstum angeht. Mit einer Investition von 1,5 Milliarden Pfund will der Hersteller die Entwicklung neuer Modelle vorantreiben.

Bei der Suche nach einem Joint-Venture-Partner, mit dem JLR künftig Autos in China bauen will, ist das Unternehmen vorangekommen. „Wir hatten eine große Liste mit Kandidaten. Und die ist inzwischen sehr klein“, sagte Speth. Eine Entscheidung soll noch in diesem Jahr fallen. Zu einem möglichen Start der Produktion wollte der JLR-Chef nichts sagen. Weitere Fertigungsstandorte kann Speth sich vorstellen. Konkrete Pläne gebe es jedoch nicht.

Vor dem kommenden EU-Ziel, die durchschnittlichen Flottenemissionen bis 2020 auf 95 Gramm CO2 pro Kilometer zu beschränken, hat JLR keine Angst. „Wir werden dieses Ziel erreichen“, sagte Speth – allerdings nicht allein mit klassischen Verbrennungsmotoren. Mithilfe von Hybridfahrzeugen könne man es jedoch schaffen, den geforderten Wert zu unterschreiten.

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