Jaguar XF/XJ Allrad: Auf allen Vieren

Autor / Redakteur: sp-x / Gerd Steiler

Mit Allradantrieb und einem neuen Motor macht Jaguar seine Modellreihen XF und XJ attraktiver.

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Jaguar bestückt seine renovierten Modellreihen XJ und XF jetzt auch mit Allradantrieb.
Jaguar bestückt seine renovierten Modellreihen XJ und XF jetzt auch mit Allradantrieb.
(Foto: Jaguar)

Jaguar baut seine Modellpalette weiter aus. Bevor aber neue Varianten auf den Markt kommen, renovieren die Briten ihre bestehenden Fahrzeuge, wie die Limousinen XJ und XF. Die erhalten nun Allradantrieb, damit auch bei schwierigen Straßenverhältnissen der Fahrer nicht seine Contenance verliert. Denn eine Lamellenkupplung im Mitteltunnel zweigt im Ernstfall so viel Kraft für die Vorderachse ab, dass der Jaguar sicher durch Eis und Schnee schneidet. Beim mindestens 57.000 Euro teuren XF liegt der AWD-Aufschlag bei 3.000 Euro und beim XJ 3.0 (ab 91.160 Euro) sind es gut 4.500 Euro.

Zum Anfahren gönnen sie den Vorderrädern noch zwei Prozent Antriebsleistung, damit man schneller vom Fleck kommt. Doch kurz jenseits der Schrittgeschwindigkeit werden XF und XJ auf trockenen Straßen zu ganz gewöhnlichen Hecktrieblern, die agil und handlich um die Kurven schwänzeln, ohne dass man die 120 Kilogramm Mehrgewicht ernsthaft spüren würde. Erst wenn die Elektronik hinten Traktionsverluste registriert, schließt sich die Lamellenkupplung und spannt die Vorderräder mit ein – im Ernstfall mit bis zu 100 Prozent Antriebsleistung. Wer schon vorher weiß, dass es auf der Straße schmierig und schwierig wird, kann außerdem den „Winter“-Modus aktivieren und damit grundsätzlich ein Drittel seiner Kraft nach vorne schicken.

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Einzige Motorvariante für die Allradler ist ein V6-Kompressor-Benziner. Der hat drei Liter Hubraum, kommt auf 250 kW/340 PS und 450 Newtonmeter und harmoniert gut mit der Achtgang-Automatik. Kultiviert und trotzdem kernig geben XF und XJ den Sportler im Smoking, beschleunigen in 6,4 Sekunden auf Tempo 100 und schaffen locker das selbst gewählte Limit von 250 km/h. In Kombination mit dem Allradantrieb braucht er 9,8 Liter. Wer den Hecktriebler bestellt, ist eine halbe Sekunde früher auf Tempo 100 und braucht 0,4 Liter weniger.

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