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Jaguar/Land Rover legen „Zukunftsplan 2015“ vor

Redakteur: Gerd Steiler

Mit einem umfassenden Konzept wollen die britischen Premiummarken ihre Position auf dem deutschen Markt stärken und weiterentwickeln. Dazu sollen Modellpalette und Händlernetz in den nächsten vier Jahren deutlich wachsen. Das Ziel lautet: „profitables Wachstum“.

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Jaguar und Land Rover stellen die Weichen für „dauerhaften Erfolg und profitables Wachstum auf dem deutschen Automobilmarkt“. Mit dem „Zukunftsplan 2015“ präsentierte Jaguar/Land Rover-Geschäftsführer Peter Modelhart am Freitag bei einer nationalen Händlertagung in Schwalbach ein nach eigener Aussage „umfassendes Konzept zur Stärkung und Weiterentwicklung der beiden Premiummarken in Deutschland.“

Motto: „Fix the Basics“

Der Geschäftsplan folgt der Ankündigung von Jaguar Land Rover in den kommenden Jahren in weitere neue Modelle und Technologien für beide Marken zu investieren, um dem Kundenwunsch nach mehr und umweltfreundlichen Modellen gerecht zu werden. Hierzu zählen neue Spitzenmodelle wie etwa der 550 PS starke Jaguar XKR-S, der im September auf den Markt kommen soll. Der Importeur setzt dabei auf eine systematische Marktbearbeitung, die durch eine Vielzahl von Maßnahmen auf Basis von vier Fokusprojekten erreicht werden soll: Händlernetzstrategie, Mikromarketing, After-Sales und Großkundengeschäft.

Das Konzept verfolgt vor allem drei Ziele: Es soll in enger Kooperation mit dem Handel, die Grundlagen für ein professionelles Geschäft schaffen, die Zufriedenheit von Händlern und Kunden weiter verbessern und so letztlich die Verkaufzahlen nach oben treiben.

Ausbau des Händlernetzes

Erstes Schlüsselelement des Plans ist die Händlernetzstrategie. Hier geht es zunächst um eine verbesserte Marktabdeckung durch zusätzliche Partner. So soll die Zahl der Jaguar-Standorte in Deutschland von heute 60 bis 2015 auf 80 steigen. Für Land Rover ist in den kommenden vier Jahren ein Zuwachs von aktuell 95 auf 130 Händler vorgesehen. Es ist geplant, in diesem Zeitraum alle derzeit etwa 40 offenen Standorte zu besetzen und die Präsenz beider Marken in Großstädten zu verbessern.

Parallel zur Ausweitung des Händlernetzes soll die durchschnittliche Betriebsgröße der Handelspartner „nachhaltig wachsen“. Dabei soll auch das durchschnittliche Verkaufsvolumen pro Händlerstandort von derzeit rund 75 Einheiten „deutlich steigen“, heißt es. Genaue Zahlen wurden nicht genannt. „Mit dieser Anhebung wird die notwendige Mindestrendite gesichert als Basis für eine markenfokussierte Struktur in Verkauf und Service“, so Modelhart. Zugleich wies der Importeurs-Chef darauf hin, dass die Jaguar- und Land Rover-Partner „schon heute zu den renditestärksten Händlern in Deutschland zählen“. Importeursangaben zufolge liegt die durchschnittliche Rendite der Jaguar-Betriebe derzeit bei 1,7 Prozent, die der Land Rover-Händler bei 2,7 Prozent.

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