Kfz-Gewerbe Thüringen Jahresendspurt stimmt Autobranche versöhnlich

Autor: Doris Pfaff

In Thüringen ist der stationäre Autohandel weiter geöffnet – das schlägt sich auch in der Bilanz des Kfz-Gewerbes nieder. Dennoch bleibt unterm Strich ein Einbruch von 20 Prozent. Für dieses Jahr rechnet der Kfz-Landesverband mit einer Normalisierung auf dem Niveau von 2019.

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Helmut Peter, Präsident des Kfz-Landesverbands Thüringen.
Helmut Peter, Präsident des Kfz-Landesverbands Thüringen.
(Bild: Peter-Gruppe)

Im letzten Quartal 2020 sei der Autohandel in Thüringen im Vergleich zu den anderen Monaten des Jahres zwar relativ gut gelaufen. Die Bilanz für das gesamte Jahr könne dadurch aber nicht wettgemacht werden. Dennoch blickt Helmut Peter, Präsident des Kfz-Landesverbands Thüringen, zuversichtlich ins angelaufene Jahr.

„Nach dem Absturz der Pkw-Neuzulassungen im vergangenen Jahr mit einem Minus von knapp 20 Prozent gegenüber 2019 rechnen wir für dieses Jahr zumindest wieder mit einer langsamen Normalisierung auf dem Niveau von 2019“, sagt Peter. Dazu würden auch die privaten Neuzulassungen beitragen, die durch die staatlichen Förderungen für E-Fahrzeuge gestützt seien sowie durch die zunehmende Bedeutung eines eigenen Fahrzeugs als geschützter Raum in der Pandemie.

Positiv wertete der Landesverband die Entscheidung der Thüringer Landesregierung, den Fahrzeughandel von der Schließung im Zuge des Dezember-Lockdowns auszunehmen . Diese bundesweit einmalige Regelung habe es den Autohäusern in Thüringen erspart, das Verkaufsgeschäft aufwendig über Fernabsatz zu umgehen, so Dietmar Hoffmann, Geschäftsführer des Kfz-Landesverbands Thüringen.

Peter: Unterstützung durch geöffnete Zulassungsstellen

„Die Landesregierung hat damit einerseits dem Umstand Rechnung getragen, dass Autohäuser mit ihren vergleichsweise großen Verkaufsflächen und der verhältnismäßig geringen Zahl gleichzeitig anwesender Kunden in keiner Weise zum aktuellen Infektionsgeschehen beitragen“, sagte Hoffmann.

Auch im Hinblick auf die bis zum Jahresende befristete Absenkung der Mehrwertsteuer sei die Entscheidung als sehr positiv zu werten. So hätten Händler bis zum 31. Dezember die Mehrwertsteuersenkung voll ausschöpfen können. Dies auch, weil die Zulassungsstellen im Freistaat Thüringen geöffnet waren.

„An dieser Stelle gebührt den Mitarbeitern in den Zulassungsstellen ebenfalls außerordentlicher Dank. Denn sie haben es unseren Betrieben trotz personeller Einschränkungen über die Feiertage bis zum Schluss ermöglicht, die verkauften Kundenfahrzeuge auf die Straße zu bringen“, sagte Peter.

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Doris Pfaff

Redakteurin bei »kfz-betrieb«, Ressort Verbände & Politik