Jeder dritte Autofahrer überzieht seinen HU-Termin

Studie analysiert Verhalten der Fahrzeugbesitzer

| Autor: Norbert Rubbel

Ein Drittel aller Pkws kommt zu spät zur Hauptuntersuchung.
Ein Drittel aller Pkws kommt zu spät zur Hauptuntersuchung. (Bild: Dekra)

Rund ein Drittel der Fahrzeughalter überzieht den Termin für die Hauptuntersuchung (HU). Zudem seien diese Autobesitzer mit deutlich mehr Mängeln auf den Straßen unterwegs. Dies ergab die Studie „Nicht fristgerecht durchgeführte Hauptuntersuchungen“ des Verkehrsforschungsinstituts IVT Research und des Vereins für Qualitätsmanagement in der Fahrzeugüberwachung (QM e.V.).

Gut 42 Prozent aller Defekte an den Pkws wurden von den Prüfern erst nach Ablauf der HU-Frist erkannt. „Unerkannte technische Mängel stellen ein vermeidbares Risiko für Umwelt und Verkehrssicherheit dar“, erläutert Uwe Zeymer vom QM-Verein. Viele der Fahrzeuge mit überzogenen Hauptuntersuchungsterminen seien älter als neun Jahre.

Es besteht Handlungsbedarf

Die Ergebnisse der Studie zeigten, dass hier Handlungsbedarf besteht. Denn in anderen europäischen Ländern sei die Einhaltung der HU-Fristen besser geregelt. „Dort werden die Mindestanforderungen der EU-Richtlinie 2014/45/EU, nach der Fahrzeuge innerhalb strikt festgelegter Zeitabstände einer Prüfung im Rahmen der technischen Überwachung zu unterziehen sind, bereits erfüllt“, erklärt Zeymer.

Für Werkstätten könnte die Studie ein Anlass sein, Kunden regelmäßiger an den nächsten Termin für die Hauptuntersuchung zu erinnern und so besser in Kontakt zu bleiben.

Der Verein für Qualitätsmanagement in der Fahrzeugüberwachung existiert seit neun Jahren. Sein Ziel ist es, einen Beitrag zur Erhöhung der Verkehrssicherheit zu leisten. Die Mitglieder des Vereins decken etwa 90 Prozent des HU-Markts ab und investieren nach eigenen Angaben in Qualitätsmaßnahmen jährlich Mittel im zweistelligen Millionenbereich.

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