Jeder zweite PSA-Mitarbeiter zum Umzug bereit

Autor Christoph Baeuchle

Peugeot, Citroën und DS steht der Umzug nach Rüsselsheim bevor. Zumindest jeder zweite Mitarbeiter zieht mit. Damit wird die Lücke nicht so groß wie vor fünf Jahren, als nur jeder zehnte Peugeot-Mitarbeiter mitzog. Das lähmte die Marke über eine lange Zeit.

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(Bild: PSA)

Der Umzug von PSA Deutschland mit seinen Marken Peugeot, Citroën und DS Automobiles wird konkreter: Bis Jahresende sollen die deutschen Statthalter des französischen Konzerns ihre Kisten packen und von Köln nach Rüsselsheim ziehen.

Bis Ende August setzte PSA Deutschland seinen Mitarbeitern eine erste Frist. Bis dahin sollten sie entscheiden, ob sie selbst mitziehen. Dem Lokalmedium „Express“ sagte der Citroën-Betriebsratsvorsitzende Dieter Hennes, dass sich bereits mehr als 100 Mitarbeiter für einen Umzug nach Rüsselsheim entschieden hätten.

Eine PSA-Sprecherin wollte dies nicht kommentieren. Der Prozess sei noch nicht abgeschlossen. Bei den derzeit 188 Mitarbeitern des Unternehmens sind das mehr als die Hälfte. Ein Angebot haben laut PSA alle Mitarbeiter bekommen.

2014 zogen 90 Prozent nicht mit

Damit scheint der Umzug diesmal deutlich besser zu laufen als vor fünf Jahren. Als Peugeot von Saarbrücken nach Köln ziehen musste, kehrten rund 90 Prozent der Angestellten der Löwenmarke den Rücken. Peugeot war quasi einige Monate nicht mehr arbeitsfähig, was die Händler deutlich zu spüren bekamen.

Allerdings ist die Mitarbeiterzahl des Importeurs auch wesentlich kleiner. Medienberichten zufolge wurden 2014 rund 400 Mitarbeiter, also deutlich mehr als doppelt so viele, wie der Importeur heute beschäftigt, in Köln-Gremberghoven zusammengelegt. Damals wurden viele Lücken bei Peugeot mit Citroën-Mitarbeitern geschlossen. Diesmal werden es wohl Opel-Mitarbeiter sein.

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