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Jedes fünfte Auto hat mangelhafte Reifen

| Autor / Redakteur: sp-x / Jakob Schreiner

Der Test einer Verkehrssicherheits-Initiative ergab: Mehr als die Hälfte der Autos waren mit Reifenmängeln oder falschen Druck auf der Straße unterwegs. Ältere Wagen waren in einer Stichprobe besonders betroffen.

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(Bild: gemeinfrei / CC0 )

Viele Autofahrer sind in Deutschland mit Reifen unterwegs, die entweder beschädigt oder mit dem falschen Druck befüllt sind. Das ergab eine Überprüfung des Deutschen Verkehrssicherheitsrats (DVR) im Rahmen seiner „Initiative Verkehrssicherheit“, bei der 1.300 Fahrzeuge untersucht wurden. Mehr als die Hälfte der Autos (54 Prozent) wiesen einen oder gleich mehrere Reifenmängel auf. 18 Prozent der Autofahrer waren beispielsweise mit dem falschen Reifendruck unterwegs, jeweils etwa zehn Prozent fuhren auf Reifen mit einem Profil unterhalb der von Reifenherstellern und Verkehrssicherheitsexperten empfohlenen Profiltiefe (drei Millimeter im Sommer, vier im Winter) oder mit Pneus, die sichtbare Beschädigungen wie Risse, Beulen oder eingefahrene Fremdkörper aufwiesen.

Auch einen Zusammenhang zwischen dem Alter des Fahrzeugs und dem Zustand der Reifen wiesen die Experten des DVR nach. Während bei Autos bis zu einem Alter von drei Jahren „nur“ 21 Prozent der Reifen abgefahren waren, lag der Prozentsatz bei den bis zu achtjährigen bei 29 Prozent und bei den über achtjährigen gar bei 50 Prozent. Die Initiative empfiehlt daher, bei jedem zweiten Tankstopp einen Blick auf die Reifen zu werfen und den Reifendruck auch bei Fahrzeugen mit einem Reifendruck-Kontrollsystem (RDKS) manuell zu überprüfen.

In der ursprünglichen Version ist der falsche Eindruck entstanden, die Verschleißgrenze der Reifen liege bei drei bzw. vier Millimeter. Dabei handelt es sich aber nur um eine Wechselempfehlung von verschiedenen Institutionen und Reifenherstellern. Die gesetzliche Mindestprofiltiefe liegt nach wie vor bei 1,6 Millimeter.

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