„Jetzt in Software investieren“

Autohäuser sollten ihr DMS auf den Prüfstand stellen

29.10.2009 | Redakteur: Julia Mauritz

„Bloß nicht das Geld im Kopfkissen verstecken“, mahnt Loco-Soft-Geschäftsführer Ralf Koke.
„Bloß nicht das Geld im Kopfkissen verstecken“, mahnt Loco-Soft-Geschäftsführer Ralf Koke.

Ralf Koke, Geschäftsführer von Loco-Soft: „Jeder VWL- und BWL-Student lernt im ersten Semester, dass in Aufschwung- und Boomphasen gespart werden soll, um im Abschwung und der Rezession sinnvoll investieren zu können. Diesen betriebswirtschaftlichen Faden möchten wir aufnehmen und die Händler dazu animieren, ihr Geld nicht unter dem Kopfkissen zu verstecken, sondern sinnvoll zu investieren. Im EDV-Bereich betrifft dies nicht nur die Hard- und Software, sondern auch die Menschen, die die Software bedienen.

Sicher haben sich viele Händler im Abwrackprämien-stress mehr Unterstützung und ein DMS gewünscht, bei dem einiges runder läuft. Doch wie es so ist: Ist der Stress vergessen, sind auch die Sorgen vergessen. Doch was könnten die Händler alles einsparen, wenn sie die DMS-Funktionen und die Abläufe im Autohaus gerade jetzt auf den Prüfstand stellen würden! Das Reifengeschäft ist in den letzten Wochen zwar in den Hintergrund getreten, aber in so manchem Autohaus verbringen Meister und Lageristen immer noch viele Tage im Reifenkeller, um Profiltiefen nachzumessen und Reifen zu suchen.

Falsche Vorstellungen

Viele Autohäuser meinen auch immer noch, dass der Kostenblock ‚DMS‘ unveränderlich ist, dass alle Systeme teuer sind und jede Umstellung mehrere Wochen Einschränkung bedeutet. Vielen Händlern ist auch nicht bewusst, dass es längst keine DMS-Markenbegrenzung mehr gibt. Die meisten DMS können mehrere Marken abdecken und die meisten Marken werden von mehreren DMS abgedeckt. Die Händler, die in der Vergangenheit ihre Scheuklappen abgelegt haben, waren stets erstaunt, wie sich der DMS-Markt gewandelt hat und welche Einsparungen und Verbesserungen möglich sind.

Also heißt es in den nächsten Monaten: Augen auf und das Thema DMS angehen. Oftmals kann ein Autohaus trotz eines neuen DMS mit der gleichen Hardware weiterarbeiten. Die Miete für ein neues System ist teilweise geringer als die Kosten für den vor Jahren abgeschlossenen Wartungsvertrag der bestehenden Software. Viele Unternehmen bieten günstige Mietmodelle ohne anfängliche Großinvestitionen an. Was bleibt also? Der Personalaufwand für den DMS-Vergleich und die Schulungen. Doch ist nach der Umstellung das Tal der Tränen erst durchschritten, fährt das Autohaus in die finanzielle und organisatorische Gewinnzone. Somit kann beim nächsten Aufschwung mehr gespart und mehr umgesetzt werden. Diese Spirale sollte allen Inhabern ein Lächeln auf das Gesicht zaubern.“

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